La Transjurassienne

Ein Skilanglauf durch das Jura

Der Transjurassiene ist ein Skilanglauf der Worldloppetserie. Er findet in Ostfrankreich im Jura statt. Entsprechend der Schneebedingungen führt die Strecke auch über Schweizer Territorium. Im Jahr 2000 wurden die 25 Kilometer in Chapelle des Bois gestartet. Der lange Kanten war damals das Weltcuprennen. Seit dem sind einige Jahre vergangen. 2009 ist der Start über 76 km FT in Lamoura, über die 54 km FT und 50 km KT in Les Rousses. Das Ziel ist in Mouthe. Er wird vornehmlich in der Freien Technik (FT) ausgetragen. Spuren für die Klassiker sucht man vergebens.

Eric und Frank waren hier auch im Jahr 2000 dabei, die letzten Tage vor dem Wettkampf verliefen alles andere als gut. Das Quartier sehr bescheiden, Schneemangel. An einer Stelle in der Abfahrt kam Erde durch und prompt stürzte Frank, die Folge war eine kurzzeitige Bewusstlosigkeit. Tags darauf mußte somit pausiert werden, Schmerzen im Knöchel und Brustkorb. Also wurde den ganzen Tag Skat gespielt, ein Grand overt sprang wenigstens heraus. Die kommenden Tage schneite es dann sehr viel. Bei einem Verkehrsstau auf der tief verschneiten Straße schob Frank ein Auto mit weg, sah wie sich ein Aufprallunfall anbahnte und zog noch ein kleines Kind hinter einem Auto weg. Anschließend lag er selbst auf der Motorhaube eines anderen Autos. Eine schöne Winterreise sah sicherlich anders aus.

Am Wettkampftag wurde es noch chaotischer, Schneefall ohne Ende. Den Rest für die Klassiker in einem Rennen der Freien Technik könnt ihr euch ja denken.

Unter der Rubrik angekommen, wurde dieser Wettkampf ganz schnell abgehackt.

Nach einer 1000 Kilometer langen Rückfahrt durch Schneemassen (Verkehrszeichen und Ortsschilder verschneit, Vmax 20-30 km/h, einem Schneeflug in der Kolonne hinterher gefahren und prompt verkehrt, die ganze Kolonne zurück) von Frankreich zum Wohnort führte der erste Weg sofort ins Krankenhaus. Die Ärztin wollte die ganze Geschichte nicht glauben und Frank abweisen. Als er ihr dann erzählte das er schon einmal eine ganze Woche mit einer Rippenserienfraktur trainierte flippte sie völlig aus. Diskussion bis an die Grenzen und Androhung einer Anzeige wegen unterlassener Hilfeleistung brachten sie zur Vernunft. Vorstellung bei einem Chirurgen, ein Röntgenbild ergab aber keine Rippenfraktur, aber dafür eine saftige Rippenprellung. Anlassfarben stellten sich ein, es folgten über drei Monate lang Schmerzen ohne Ende.

Die einzige schöne Erinnerung an diese Veranstaltung ist die Bummelmütze welche bei den Startunterlagen dabei war. Auch wenn der Gummizug mittlerweile ausgeleiert ist, sie passt trotzdem immer noch.

Achtung, im Gebirge schlägt das Wetter schnell um.

Viel Spaß  bei eurer Tour