St.Tropez eine Ortsbegehung

Die Neugier nach dem Ort St. Tropez an der Cote d`Azur hat mir Louis de Funes vermittelt. Wer kennt nicht diese herrlichen Gendarmenfilme, ein kleiner zappeliger der den Urlaubern den Marsch bläßt oder die Nonnen in Aufruhr versetzt. Egal ob mit Ente oder Mehari, keiner ist vor Cruchot sicher. Als erster unserer Sippe hat sich Eric auf einer Tour mit dem Rennrad im Jahr 2002 in diesen Ort geschlichen und ihn erkundet. Wenige Tage später unternahmen Kerstin, Eric und Frank einen Tagesausflug ins weltbekannte St. Tropez. Kurz nach der Ankunft der erste Fototermin am Gebäude der ehemaligen Gendarmerie. Schlange stehen um knipsen zu können. Die Trikolore zwar an der Stange aber leicht verdreht. Bei unserem Besuch im Jahr 2005 macht sich eine Gruppe Jugendlicher lustig über die ehemaligen Bewohner dieses weltbekannten Gebäudes. Einer der Burschen klopfte kräftig an die verschlossene Tür und ruft „Cruchot, Cruchot“. Auf dem Markt kaufte ich mir ein T-Shirt mit dem Bildnis eines weltberühmten kubanischen Revolutionsführers, weitere Erläuterungen spare ich mir. Auch bei unserem diesmal etwas länger geplanten Besuch im Jahr 2008 zieht es uns zwangsläufig wieder an diesem Gebäude vorbei. Anschließend durch die malerischen Gassen dieses Fischerdorfes, die Kirchenbesichtigung fiel aus, das Gotteshaus war verschlossen. Am Gebäude der neuen Gendarmerie hatten sich ebenfalls viele fotohungrige versammelt. Eric und Kerstin entdeckten in einer Eisdiele ein Foto der Stargäste des Ortes. Frank machte mit seinen alten Badelatschen in der Halle des Fischmarktes einen Dreifachen. Am Hafen fand sich nach längerer Bummelei ein ruhiges Plätzchen neben dem Gedenkstein für die französischen Krieger, schließlich war es wie immer brütend heiß. Eine malerische Kulisse in diesem Fischerdorf. Selbst die Blumenkästen des Dorfes sind anspruchsvoll. Mehrere Tausend Tagestouristen waren wie wir auf den Beinen, bei einigen hatte es den Anschein das sie gern auf einer der Mega Yachten gesessen hätten wie eines der Äffchen. 

Ein wichtiger Tipp in eigener Sache. Wer bösen Überraschungen an der Toilettenanlage (zwei Boxen für Männlein und Weiblein, also tausende Tagesgäste) auf dem großen Parkplatz am Hafenbecken entgehen will, der möge kurz vorm Ortrand noch einmal in den Wald verschwinden. So eine Sauerei, für die man auch noch Geld bezahlen muß, ist keinem zuzumuten. Auf weitere Ausführungen verzichte ich. Örtlichkeiten in den Restaurants im Zentrum sind ebenfalls gewöhnungsbedürftig und vor allem rar.

Viel Spaß bei eurer Tour