Passo dello Stelvio/ Stilfser Joch (2758m) – Signalkuppe am Madatschferner – Passo dello Stelvio/ Stilfser Joch



Strecke:                  Naturwege, Geröll

Länge:                     ca. 5 km

Aufstieg gesamt:      185 m

Abstieg gesamt:       185 m

HF-Durchschnitt:     94 S/min

Maximalpuls:           127 S/min

Temperatur:            6 Grad am Start, 0 Grad Schneefall

Zeit:                        1:18:36 Stunden

Wir begannen unsere Wandertour auf dem Passo dello Stelvio/ Stilfser Joch (2758m). Dieser bekannte Pass in Italien ist der Übergang von Südtirol in die Lombardei.

Der Höhenmesser in der Pulsuhr muß zum Start auf 2758 Meter programmiert werden.

Unser erster Urlaubstag im Sommer, obwohl es der 2. Juli 2007 war, dunkle Wolken, Wind und Kälte ließen nichts gutes erahnen, da es zum radeln zu kalt war schnürten wir unsere Wanderschuhe. Vom Parkplatz vorbei am Schild der Passhöhe wanderten wir in Richtung Tibethaus. Es begann zu regnen. Von hier aus führt der Weg nur noch durch das Geröll. Mit Wanderkarte und ständig im Ziel einen Strommast mit einer Hütte suchten wir uns den Weg. Zwei kleinere Schneefelder mussten überquert werden. Mühsam aber liebevoll geschichtete Steinmännel zeigten uns den Weg über die Geröllfelder. Wir wanderten dann unterhalb von besagtem Strommast einige Höhenmeter abwärts in Richtung Madatschferner. Ein herrliches Panorama obwohl der Ortler nicht zu sehen war. Für uns immer wieder beeindruckend, die mächtige Gletscherwelt. Wie lange werden wir die ungezähmten Eismassen noch betrachten können. Es wurde immer kälter, aus dem Regen wurde Schneefall und so machten wir ganz schnell unsere Erinnerungsfotos. Es wurde immer windiger und der Rückweg recht beschwerlich. Kerstin schien trotz des bescheidenen Wetters gut drauf zu sein, denn sie schichtete auch noch einen Steinmännel. Gewitter setzte ein, es schepperte und blitze von vorn. Das Tibethaus wieder in Sichtweite wurden die Füße leichter. Am Ausgangspunkt unserer Wanderung waren wir nach 1:18:36 Stunden als kleine Schneemänner (Frauen) zurück. Hinweg 44:46 Minuten, Rückweg 33:48 Minuten. Die Besitzer der Verkaufsstände auf dem Pass hatten ihr Hab und Gut schon weggeräumt, es waren lediglich noch zwei Kioske geöffnet. Der Strom auf dem Pass war bereits ausgefallen.

Für Radfahrer und Kradführer kein durchkommen mehr, die Straße war schon zugeschneit. Ich konnte lachen, hatte ich doch meine Winterräder drauf und Schneeketten mit. In der Abfahrt, für sie war es der Aufstieg, standen dann einige Pedaleure die den ernst der Lage noch nicht erkannt hatten, sie mussten ganz einfach zurück. Ich hatte dann auch so meine Sorgen mit dem Auto vom Pass zu kommen es rutschte ganz schön.

Weitere Wandermöglichkeiten auf dem Pass führen zum Tibethaus, zum Ortlerhaus, dem Rifugio Livro und dem Rifugio Garibaldi auf der Drei Sprachen Spitze. Naturfreunde kommen im Nationalparkhaus in Trafoi auf ihre Kosten, eine ausgezeichnete Ausstellung und ein herrlicher Blick hinüber zum Ortler.

Sammler von Stocknägeln und kleinen Aufklebern kommen auf ihre Kosten. Zahlreiche Erinnerungsstücke von diesem mythischem Pass können erstanden werden.

Übrigens, in einem Geschäft in Prato allo Stelvio entdeckte ich Grissini mit Sesam, leckere italienische Knabberstäbchen. Ich bevorratete mich und mittlerweile habe ich auch in der Heimat dieses Produkt entdeckt.

Als Kartenmaterial werden empfohlen. Die topographische Wanderkarte Ortles – Cevedale/ Ortlergebiet, Blatt 08 im Maßstab 1:25.000 aus dem Verlag Tabacco, eine ISBN steht auf der Karte nicht. Sehr gut ist, sie ist in einer durchsichtigen Foliehülle auf der Maßstabslineale aufgedruckt sind.

Die Blumen-und Tierwelt inmitten einer mir scheinbar heilen Natur ist sehr erholsam.

Wir fanden eine saubere Natur vor, tragt bitte auch ihr euren Anteil dazu bei.

Achtung, im Gebirge schlägt das Wetter schnell um.

Viel Spaß  bei eurer Tour