Wurzener Spitzbergpark

Das Areal um den Spitzberg (161m) zwischen den Orten Lüptitz und Wurzen gelegen ist ein ausgezeichnetes Gebiet um sich aktiv oder passiv zu erholen . Egal ob als Wandrer, Läufer, mit dem MTB oder auf Langlaufski, in dieser Natur belassenen Gegend fühlt man sich auf jeden Fall wohl.

Der Namensgeber ist der Spitzberg (161m), er thront über dem Gelände. Zum Teil ist er im Zuge seiner Nutzung  als Quarzporphyrsteinbruch abgetragen wurden. Im Kernbereich steht er unter Wasser.

Dieses Areal am Spitzberg wurde im letzten Jahrhundert vorwiegend militärisch genutzt. Einst war es zu Beginn der Luftfahrt kaiserlicher Flugplatz. Nach dem II. Weltkrieg bildete die Rote Armee ihre Sowjetsoldaten hier auch mit und an schweren Waffen aus. Im Jahr 1992 Begann der Rückzug und die Rückverlegung der Kräfte und Mittel. Bis auf wenige Ausnahmen hielten die meisten Leute Abstand zu diesem Gebiet, aber ich absolvierte schon immer meine Läufe hier und habe keinen gestört und wurde auch nicht behindert. In dieser Zeit als die Truppen hier übten konnte sich die Natur größtenteils prächtig ausbreiten. Nach dem kompletten Abzug der Streitkräfte lag das Gelände lange brach. Ungeahnte Trainingsmöglichkeiten ergaben sich. Der Boden war weich, ideal zum laufen. Am Berg konnte hart geackert werden. Hundebesitzer waren damals kaum anzutreffen. Pfiffige Leute kamen auf die Idee das Gelände aufzuforsten. Auch ich belächelte damals die winzigen Bäumchen, mittlerweile sind diese aber schon ganz schön gewachsen. Der Baum den ich pflanzte ist leider eingegangen. Viele Wege sind mit Steinsand ausgebaut worden und ziehen auch Vandalen an. Ich glaube, hätte man nicht diese „Baumaßnahmen“ vorgenommen, wäre die Natur prächtiger gedeiht. Naturschützer und Jäger geben sich allerdings sehr viel Mühe dieses Gelände anschaulich darzustellen. Aufgestellte Schautafeln mit Geländegrundriss, vorkommenden Tieren und angepflanzten Bäumen machen die Sache interessant. Allerdings hat man bei der Renaturierung etwas gemogelt. Der als Rodelberg an der Ostkante in der Lüptitzer Straße ausgewiesene Hügel ist nur mit Erde abgedeckt, darunter befindet sich Bauschutt und allerhand Müll. Trotz sehr viel Schnee im Winter sieht man kaum Kinder rodeln. Da man erst die Wege baute und anschließend Zäune errichtete zerstörte man diese kurz nach der Entstehung. Vandalen zogen aus und legten 22 Bäume in wenigen Tagen um, Behörden schauten tatenlos zu. Die errichtete Sitzgruppe wurde teilweise angebrannt und fast komplett zerlegt. Eine Unfallquelle die dann endlich beseitigt wurde.

Egal ob Spaziergänger oder Sportler, die meisten fühlen sich hier zu jeder Jahreszeit und bei jedem Wetter pudelwohl. Auch das Wild hat sich eingelebt. Waren es anfangs nur Rebhühner und Fasane, so sind mittlerweile Rehe und Wildschweine heimisch geworden. Bei einer unserer Trainingsrunden konnten wir beobachten wie vormittags ein Wildschwein den 50 Meter vor uns laufenden ehemaligen Kreissportarzt Dr.Jürgen Jank fast umrannte. Leider wieder keinen Fotoapparat dabei gehabt. Aber das sind sie, die unwiederbringbaren Momente in der Natur. Schade. Einen den man hier sehr oft antrifft ist der Schäfer mit seiner Herde. Viele Wege und verschieden lange Runden gibt es hier. Der lange Kräftezehrende Anstieg ist für die meisten Läufer nichts, aber wer was werden will muß diesen schon mehrfach in einer Einheit bewältigen. Egal wie schnell man unterwegs ist, die Hauptsache ist Bewegung an der frischen Luft in der Natur.

Im Winter bei ausreichend Schnee eignet sich das Geländes um die Langlaufski zu bewegen. Auch wenn die Runden nicht all zu groß sind, aber 30 Kilometer sind schon machbar.

Die Strecke der Kreis-, Kinder-und Jugendspiele des ehemaligen Muldentalkreises und die Bezirksmeisterschaften des Bezirkes Leipzig im Straßenlauf führte hier im Jahr 1998 und 1999 entlang.

Bei kleineren Laufwettkämpfen wurden mehrfach die Sieger mit einer Erinnerungsscheibe aus Holz von www.Sportler-Betreuung.de geehrt.

Viel Spaß