Schönbacher Straßenlauf – Rudi-Arndt-Gedenklauf

Der Schönbacher Straßenlauf im kleinen Dorf Schönbach südlich von Grimma ist eine Reise im April jeden Jahres wert. Der Höhepunkt im Ort schlechthin. Seit über vierzig Jahren eine volkssportlich organisierte Laufveranstaltung mit Tradition. In der alten Zeitrechnung fand diese Veranstaltung als Rudi-Arndt-Gedenklauf jeweils im Herbst statt. Die Sieger erhielten prächtig gestaltete Kaffeeteller. Auch bei uns stehen noch etliche davon in einer der Vitrinen. Manchmal gab es auch die sehr beliebten Bücher. In der neuen Zeitrechnung knüpfte man noch einige Jahre an die schöne Tradition mit den Tellern an, doch dann überreichte man kleinere und größere Sachpreise und Wertgutscheine, es kam auch die 8 Kilometer hinzu. Im Ortsbaum ist neben den ansässigen Gewerken, der Feuerwehr auch eine Gruppe Läufer eingearbeitet. Der viel zu früh verstorbene Sportfreund Gottfried Quas hielt die Fahnen hoch und stellte etwas auf die Beine was seinesgleichen sucht. Danke.

Der Verlauf der Laufstrecken hat sich in den vielen Jahren, vor allen in den letzten, mehrfach verändert, deshalb verzichte ich auf eine detaillierte Streckenbeschreibung.

Auf einer der Laufstrecken für das Vorschulkind, die Schüler und Jugendlichen, die Erwachsenen oder mit dem Staffelstab muß man erlebt haben. Vor 25 Jahren ging es auf der Dorfrunde noch um die scharfe Kurve an der Schmiede, vor allem bei den Staffelläufen auf Asphalt und Kopfsteinpflaster wurde mit ganzem Körpereinsatz, aber trotzdem sportlich fair, gearbeitet. Die Kinder-und Jugendläufe finden im Dorf statt, die Zuschauer machen immer tolle Stimmung. Es ist herrlich zuzuschauen wenn die Knirpse los seppln. Die Läufe für die etwas trainierten Jugendlichen und Erwachsenen über 8 und 16 Kilometer beginnen auf Asphalt und verlaufen dann über Natur-und Waldwege. Intensives einlaufen ist unbedingt notwendig, unmittelbar hinter dem Start geht es einen Anstieg hoch. Auch ich bin bei einem meiner zahlreichen Siege, es war wohl im Jahr 1982 oder 1983 mal hinter dem Führungsfahrzeug Trabant Kübel im Wald hinterher gelaufen. Dem Rest des Feldes hatte ich zu dieser Zeit schon mehrere Minuten abgenommen. Da ich schon mehrfach bei diesem Wettkampf unterwegs war, bemerkte ich das der Trabant Kübel vor mir verkehrt auf einer Waldkreuzung gefahren war. Laut geschrien und selbstständig abgebogen.  Irgendwann hat der Trabi mich dann überholt und alles war ganz schnell vergessen, gelacht haben wir über diese Begebenheit noch viele Jahre.

Ältere Läufer die nicht nur wegen einer Medaille laufen konnten (können ?) bei dieser Veranstaltung dreimal starten. Als erstes läuft man sich ein und startet über 8 oder 16 Kilometer. Als gut trainierter ist man somit zwischen etwa knapp 30 Minuten bzw. knapp 60 Minuten unterwegs. Auf einen Zielsprint sollte verzichtet werden. Lockeres auslaufen und ständige Bewegung, hat man zwei Kumpels und einen Staffelstab, kann man dann auch bei der Staffel starten. Auch danach muß sich warm gehalten werden will man noch über 3 Kilometer starten. Es ist kein Geheimnis das es einige gibt die den langen Kanten und die 3 Kilometer an einem Tag gewonnen haben. Auch ich habe das mehrfach geschafft. Meistens habe ich mir dann noch Lauffreunde für eine Staffel gesucht um die lange Warterei zu überbrücken. So konnte ich unter anderem mal mit einem anderen Seniorenläufer und unserem Sohn Eric auf dem Treppchen stehen. Das sind die Erlebnisse von denen man noch lange zehrt.

Wir haben nach einem Wettkampf meistens noch etwas Kultur in der besuchten Gegend gemacht. In Schönbach bietet sich der Besuch des Korbmuseums an.

Viel Spaß