Route der Heiligen Euphemia

Rovinj (5m) – Rovinjsko Selo (178m) – Rovinj (5m) – Route gelb

Strecke:                   Asphalt, Naturwege, Schotter, MTB möglich

Länge:                     28,6 km

Aufstieg gesamt:       258 m

Abstieg gesamt:        58 m

HF-Durchschnitt:      107 S/min

Maximalpuls:            153 S/min

Temperatur:             32 Grad Start

Zeit:                        1:12:35 Stunden


Der gelb markierte Radwanderweg wird an diesem Tag abgefahren.

Wir, Kerstin und Frank, begannen unsere Tour in Rovinj (5m). Rovinj befindet sich auf Meereshöhe auf einer Halbinsel am Mittelmeer in der Region Istrien in Kroatien.

Vom Quartier bis nach Polari wird auf der Asphaltstraße gerollt.

Am östlichen Ortsausgang von Rovinj am Campingplatz Polari sattelten wir unsere MTB´S und stellten die Höhenmesser auf 5 m ein.

Von hier an wird bereits auf den staubigen schotterbedeckten und hügeligen Naturwegen gekurbelt. Eine Asphaltstraße wird gequert und dann immer weiter entsprechend der Ausschilderung mit den gelben Pfeilen gefahren. Der Weg führt an einer großen Müllkippe vorbei, atmet vorher nochmals richtig durch. Unmittelbar danach geht es richtig in den Anstieg auf der Schotterpiste, bleibt ja im Sattel sitzen. Ich hoffe wir haben hier keine Panne, die Mutti ist im Grenzbereich. Warum haben wir uns das angetan. Der höchste Punkt vor dem Ort Rovinjsko Selo (178m) ist erreicht, etwa Halbzeit der Tour bei KM 16,5. Mit fotografieren halte ich mich zurück, es ist unsere erste Tour in diesem Urlaub und ich bin ganz schön geschafft. Im Ort haben wir uns verfahren, nachdem wir die beiden Straßen komplett abgefahren sind entdeckten wir wieder ein gelben Wegweiser. (An der Ampel ist gerade über die Hauptstraße zu fahren!) Nach dieser kurzen Gefällepassage geht es wieder langsam in den Anstieg. Dann wird sehr nah am Limski Kanal (Lim Fjord) vorbei gerollt. Das alte Bahngleis von Kanfanar nach Rovinj aus den Jahre 1876 wird gequert. Es geht vorbei am Steinbruch Mondelako und wenig später an der Kirchenruine des Heiligen Thomas. Von weitem sichtbar das Wahrzeichen von Rovinj, die Kirche der Heiligen Euphemia nach der wir auch unsere Tour benannt haben. Rovinj ist erreicht. Jetzt ist es nicht so leicht den richtigen Weg durch die Stadt zu finden, aber wer sich orientieren kann kommt auf jeden Fall nach Polari dem Ausgangspunkt der Tour. Stolz eine schwere aber abwechslungsreiche Tour geschafft zu haben, planen wir schon den nächsten Ritt als Speichenschinder.

Um diese Tour erfolgreich pannenfrei bestreiten zu können macht sich neuwertige Bereifung erforderlich, die Schotterpassagen, das machen 33 Prozent der Strecke aus, sind immens. Werkzeug und Reserveschlauch sind auf jeden Fall mitzuführen. Es wird auf Grund der großen Hitze empfohlen, nehmt zwei Trinkflaschen und Traubenzucker mit. Sonnenschutz ist erforderlich. Der Planet drückt im Sommer dermaßen das man ohne Kopftuch sowieso chancenlos ist.

Als Alternativen zu dieser Tour gibt es noch andere abwechslungsreiche Radtouren. Aber auch der Badeurlaub am Strand der Adria, die Besichtigung des Stadtkerns von Rovinj oder des Limski Kanal (Lim Fjord) sind sehr abwechslungsreich. Bis nach Pula, der größten Stadt Istriens, sind es 36 Kilometer auf der Landstraße. Viele Sehenswürdigkeiten beherbergt diese über 7000 Jahre alte Stadt, am bekanntesten sind das Amphitheater, der Tempel und die Triumphbögen. Im kleinen Ort Festini, etwa 25 km entfernt, ist eine Tropfsteinhöhle unter einem Weinberg zu besichtigen.

Eisenbahnfans müssen für ihre Erlebnisse im ehemaligen Reich des Marshall Josip Proz Tito, im einstigen Jugoslawien, einige Kilometer bewältigen. Die Fahrten in den Triebwagen sind Spitze. Wer noch mehr sehen möchte muß bis nach Rijeka, 102 km entfernt, fahren. Die wenigen legendären elektrischen Doppellokomotiven entschädigen dann auf jeden Fall. Bis in die kroatische Hauptstadt Zagreb sind es 260 Kilometer, ein Tagesausflug auf der Spur der Eisenbahn und anderer Kulturgüter der sich zu 100 Prozent lohnt. Es empfiehlt sich aber vor Antritt der Reise eine schriftliche Fotogenehmigung in der Hauptverwaltung der Hrvatske željeznice (HZ) zu beantragen. Das geht unproblematisch und schnell. Es gibt nach wie vor Sicherheitskontrollen (wie auch in anderen Staaten), bei Vorlage dieser Bescheinigung ist alles frei zugänglich und ihr werdet eure Freude bei der Besichtigung und beim knipsen haben. Auf fast allen Bahnhöfen stehen Dampflokomotiven als Denkmal.

Egal ob auf den Dörfern oder in den Großstädten, wir haben überall freundliche Menschen getroffen obwohl wir die Landessprache nicht beherrschten. Mit deutsch, russisch und englisch hat alles sehr gut geklappt. Viele alte und auch junge Menschen sind nach wie vor von den Ideen Titos und seiner Kampfgefährten überzeugt. Wie auf den meisten Reisen kaufte ich mir als Andenken ein T-Shirt, nun ratet mal was für ein Konterfei darauf ist. Da ich mich nicht entscheiden konnte wurden es diesmal zwei, wer kyrillisch lesen kann ist klar im Vorteil. Nicht verschwiegen werden soll allerdings auch die negative Erfahrung beim Kauf eines Stadtplanes an einer Tankstelle in Rijeka. Ich wurde tüchtig besch ..., aber schwarze Schafe gibt es überall. 

Als Kartenmaterial werden empfohlen. Radkarte Rovinj von der örtlichen Tourismusverwaltung. Topographische Radkarte Istrien, Blatt 4, im Maßstab 1:30.000, ISBN 978-953-7588-02-1 aus dem Verlag Mateus.

Die Blumen-und Tierwelt inmitten einer mir scheinbar heilen Natur ist sehr erholsam.

Wir fanden eine saubere Natur vor, tragt bitte auch ihr euren Anteil dazu bei.

Viel Spaß  bei eurer Tour