Entlang am Salzhaff

Rerik (3m) – Insel Poel (1m) – Neubukow (24m) – Rerik (3m)

Strecke: Asphalt, Rennrad möglich
Länge: 54,9 km
Aufstieg gesamt: 235 m
Abstieg gesamt: 228 m
HF-Durchschnitt: 123 S/min
Maximalpuls: 174 S/min
Temperatur: 18 Grad im Schatten
Zeit: 2:19:40 Stunden

Es sollte eine Radtour auf und um die Halbinsel Wustrow bei Rerik an der mecklenburgischen Ostsee werden. Aber dieses wohl idyllische Stück Land ist nicht mehr für jedermann betretbar. Wurde es bis Anfang der neunziger Jahre durch die Sowjetarmee genutzt, schützt jetzt ein hoher Zaun Wohlhabende vor uns. Wie werden sie diesen Fleck Natur bebauen.

So entschied ich mich kurzerhand von Rerik (3m) zur Ostseeinsel Poel entlang der Orte am Salzhaff zu fahren. Ohne Autokarte und etwaige Vorstellung von Streckenlänge fing ich an zu kurbeln, den Höhenmesser in der Pulsuhr hatte ich vorher auf 3m programmiert.

Auch hier sind sehr gut ausgebaute Radwege und schnell war ich am Ort Gaarzer Hof (4m, KM 1,6). Über Roggow (1m, KM 4,5), Teßmannsdorf (3m, KM 6,9) und Rakow (27m, KM 8,7km) kam ich zügig vorwärts. Jetzt muß nach rechts abgebogen werden. Über die Ort Pepelow (10m, KM 10,3), Klein Strömkendorf (19m, KM 11,7), Boisendorf (19m, KM 13,8) führt es mich nach Stove (20m, KM 15,6).

In dem Ort Stove steht ein toll gestaltetes Dorfmuseum mit allerhand Sachen aus verschiedenen Zeiten. Vom Heuwender bis zur Pionierbluse ist alles da. Aber das frisch gebackene und aus dem Backofen gezogene Brot mit Fett war natürlich nicht zu übertreffen. Wenige hundert Meter weiter steht auf der gegenüberliegenden Seite eine Holländer Mühle. Das rauschen der Flügel hört man schon beizeiten. Auch dieses technische Denkmal zieht mich in seinen Bann. Als Ingenieur, der in der Luftfahrt tätig war und auf einem Hubschrauber als Bordingenieur viele hundert Flugstunden hat, interessiere ich mich sehr für dieses Bauwerk. Klappern, rauschen der Flügel und die Transmission sind schon eine meisterliche Konstruktion. Der Müller erzählt mir das hier bis ins Jahr 1976 gemahlen wurde. Ich durfte sogar bis in die Kappe klettern. Aber ich hatte bei meinem Besuch Glück, es war Mittwoch Nachmittag und es war geöffnet und wurde gemahlen. Die Zeit verging sehr schnell. Hinter der Mühle ist noch ein großes Wildgatter mit Rehen und Hirschen, ich vermute es dient zur Fleischproduktion.

Weiter mit dem MTB durch Dreveskirchen (KM 17,3), Blowatz (19m, KM 17,8), Wodorf (KM 19,2) erreiche ich den letzten Ort auf dem Festland vor der Insel Poel. Es ist Groß Strömkendorf (5m, KM 22,2). Über den Damm kurble ich bis zum ersten Ort auf der Insel Poel nach Fährdorf (1m, KM 24,5). Ein kurzer Fotostop und das MTB schon zum Rückweg gesattelt. Er verläuft über die Orte Groß Strömkendorf (5m, KM 26,5), Wodorf (KM 29,2), Blowatz (19m, KM 30,4), Dreveskirchen (KM 31,3), Stove (20m, KM 32,5), Boisendorf (19m, KM 34,2), Klein Strömkendorf (19m, KM 36,8), Pepelow (10m, KM 37,8) und Rakow (27m, KM 39,6). Hier habe ich einen Abzweig verpaßt und bin dann etwas anders gefahren. Die Straßen führten über Buschmühlen (20m, KM 41,1), nach Neubukow (24m, KM 43,0). Durch eine Baustelle muß ich zweimal nach links abbiegen und umfahre somit ungewollt das Stadtzentrum. An der großen Kreuzung ist dann schon nach rechts Rerik (10 Kilometer) ausgeschildert. Ich biege erneut nach links ab. Spriehusen (KM 45,5) merkte ich mir sofort. Nach dem Ort stehen prächtige Mirabellenbäume die rote und gelbe Früchte tragen, eine Stop muß sein. Ich fülle meine Trinkflasche und rolle anschließend weiter. Ich passiere Steinbrink (KM 47,0) und befahre wieder die Hinstrecke. Über Roggow (1m, KM 49,5), Gaarzer Hof (4m, KM 52,5) erreiche ich Rerik. Ich trete noch einige Kilometer und Höhenmeter bis zu unserem Urlaubsquartier (27m, KM 54,9). Eine schöne operativ durchgeführte Radtour ist beendet.

Für all jene die bei diesem Ritt noch einige Kilometer auf der Insel Poel anschließen möchten sei auf die Tour Insel Poel verwiesen. Als Kartenmaterial wird hierzu die Rad-und Wanderkarte Wismar – Insel Poel, 1:30 000, ISBN 3-935621-13-2 empfohlen.

Das Netz der gut gekennzeichneten Rad-und Wanderwege ist groß.

P.S. der Museumsbesuch erfolgte allerdings nach der Radtour. Zur Abwechslung ging es dann noch bei ordentlichem Wellengang in der Ostsee baden. Auf der schon etwas gereiften Luftmatratze, sie läßt schon etwas Luft, machte das Wellenreiten riesigen Spaß. Zwischendurch aufblasen und die großen Kinder finden kein Ende.

Die Blumen-und Tierwelt inmitten einer mir scheinbar heilen Natur ist sehr erholsam.

Wir fanden eine saubere Natur vor, tragt bitte auch ihr euren Anteil dazu bei.

Viel Spaß  bei eurer Tour