Franz-Josefs-Höhe (2418m) - Hofmanns Hütte (2444m) - Oberwalder Hütte (2973m)
im Nationalpark Hohe Tauern/ Österreich

Franz-Josefs-Höhe – Hofmanns Hütte – Oberwalder Hütte:
Naturwege, Schnee, Gletscher, Wanderschuhe und Wanderstöcke

Eine Wanderung die das richtige Erlebnis für Kinder ist.
Wer nicht gerade die Großglockner Hochalpenstraße von Fusch (860m) bis zum Parkplatz Freiwandeck auf der Franz-Josefs-Höhe mit dem Rad fährt, erreicht diese meist mit dem Auto. Auch Mitte Juni muß noch mit viel Schnee gerechnet werden, die Verlegung der Brücken entlang der Freiwand ist meist noch nicht abgeschlossen. Kletterkünste, Höhentauglichkeit und Balance sind gefragt.
Die Wanderung beginnt am Parkhaus Franz-Josefs-Höhe (2418m) und führt Richtung Westen durch den kleinen Tunnel. Wir bewegen uns auf dem Gamsgrubenweg. Südlich der Freiwand werden mehrere kleine „Brücken“ passiert. In Richtung Pasterze, dem größten Gletscher der Ostalpen, steht die Hofmanns Hütte (2444m). Das pfeifen der Murmeltiere kann überall gehört werden. Schautafeln über diese putzigen Genossen säumen den Weg. Die Wanderung verläuft weiter Richtung Westen, am Wasserfallwinkel endet der ausgebaute Wanderweg. Hier sieht man immer Murmeltiere, ab und an Steinböcke und wer Glück hat sogar einen Adler. Weiter geht es auf dem Südlichen Bockkar Kees (Gletscher) parallel zur Pasterzenkees. Es ist der Weg mit der Nummer 715. Von weitem ist die Oberwalder Hütte sichtbar. Steinmännel weißen uns den Weg. Ab und an hört man eine Lawine abrauschen. Wenige Meter geht es nun noch bergauf. Die mühsam mit Holzziegeln angeblendete Oberwalder Hütte (2973m) ist erreicht. Eine Pause hat sich jeder verdient. Leckere Suppen bringen wieder Wärme in den Körper. Hüttenstempel nicht auf der Karte und Stocknagel vergessen. Vom Gastraum verzieht es einen dann doch auf die Terrasse um bei guter Sicht den Großglockner (3770m), das Dach Österreichs, zu bestaunen. Mühsam kämpfen sich Seilschaften voran.
Manch einer will 3000m in der Höhe erreichen. Wir auch. Trittsicherheit und Höhentauglichkeit sind gefragt. Von der Hütte wird in Richtung Weg Nummer 718 oder auch 727 aufgebrochen. Nach einiger Zeit wird die Bockkarscharte (3038m) erreicht. Das Steinmännel grüßt. Auf dem Rückweg macht sich ein Regenumhang aus Folie oder ein Foliesack gut. Einige Passagen kann dann nämlich auf dem Schnee runter gerutscht werden und die Abstiegszeit wird dadurch rasant verkürzt. Achtet aber auf die Steine die aus dem Gletscher herausragen.
Der Hin-und Rückweg beträgt insgesamt circa 14 Kilometer.
Die Wege sind zwar alle gut ausgeschildert, aber eine Wanderkarte wird empfohlen. Ich habe eine Kompass Wanderkarte M 1:50.000 „Glocknergruppe Zell am See“, Blatt 39 (ISB N 3-87051-044-7), benutzt.
Ansonsten sind für diese Wanderung Trinkflasche, Riegel, Seil, Mütze und Handschuhe empfohlen.

Denkt bitte daran ihr bewegt euch im Nationalpark Hohe Tauern, andere wollen die herrliche Pflanzen-und Tierwelt auch noch erleben. Füttert nicht die Murmeltiere es werden sonst Kugeln !

Zurück am Parkplatz erfolgt die Abfahrt mit dem Auto, die Bremsen glühen und kurz hinter der Mautstelle Ferleiten (1145m) empfiehlt es sich eine Pause zu machen. Die Bremsen müssen sich abkühlen können. Hier ist der Wildpark Ferleiten, Alpentiere dieser Region können in natürlich angelegten Gehegen besucht werden. Manche Wege führen durch die Gehege, das richtige Erlebnis für kleine und große Kinder. Zu bestimmten Zeiten findet mehrmals am Tag eine Greifvogelschau statt.

Viel Spaß