19. Oberösterreich Rundfahrt 2006 für Elite und U-23, Kat. 2.12

19. Internationale Friedens-und Freundschaftstour 2006

1. Etappe Ceske Budejovice (378m) (CZ) – Bad Leonfelden (750m) (A)

Strecke: Asphalt und Kopfsteinpflaster, Rennrad möglich
Länge: 157,3 km
Aufstieg gesamt: 2223 m
Abstieg gesamt: 1909 m
HF-Durchschnitt: 157 S/min
Maximalpuls: 186 S/min
Temperatur: 15 Grad im Schatten
Zeit: 4:08:12 Stunden

2. Etappe Linz (275m) (A) – Passau (305m) (D)

Strecke: Asphalt und Kopfsteinpflaster, Rennrad möglich
Länge: 127,3 km
Aufstieg gesamt: 1090 m
Abstieg gesamt: 1069 m
HF-Durchschnitt: 155 S/min
Maximalpuls: 181 S/min
Temperatur: 25 Grad im Schatten
Zeit: 2:58:20 Stunden

3. Etappe Voitsdorf (505m) (A) – Hinterstoder / Höss (1410m) (A)

Strecke: Asphalt und Kopfsteinpflaster, Rennrad möglich
Länge: 124,5 km
Aufstieg gesamt: 2088 m
Abstieg gesamt: 1244 m
HF-Durchschnitt: 158 S/min
Maximalpuls: 185 S/min
Temperatur: 17 Grad im Schatten
Zeit: 3:11:50 Stunden

Gesamt:
Länge: 409,1 km
Aufstieg gesamt: 5401 m
Abstieg gesamt: 4222 m
V max: 92 km/h
Kalorien gesamt: 9969 kcal
Zeit: 10:17:22 Stunden

Eric seine erste Rundfahrt über mehrere Etappen. Eine Einladung zur Oberösterreich Rundfahrt über 3 Etappen habe ich erst drei Tage vorher erhalten. Eine Radrennen durch Tschechien, Österreich und Deutschland. Ausschlaggebend war wohl der Sieg bei Rund um das Muldental. Etwas aufgeregt war der Wurzener Ausdauerfuchs schon ganz schön. War er doch noch nie im Training so eine lange und auch profilierte Strecke gefahren, auch drei Tage hintereinander im Rennsattel waren als Neuling erst einmal eine Herausforderung. Das Ziel konnte nur lauten, ankommen.

Nach einer langen Anreise wurde das gut ausgestattete Quartier in Bad Leonfelden (A) bezogen, dort wohnten wir während der gesamten Rundfahrt. Die Unterkunft und Verpflegung war ausgezeichnet. Mein Vater war als Betreuer des Teams eingeteilt, er hatte die große Geldtasche und steuerte unseren Materialwagen im Feld. Bei der Akkreditierung wurden die Ausweise eingesammelt und kopiert. Somit konnten wir bei den Fahrten zum Start und während des Rennens ungehindert die Ländergrenzen dieser drei Staaten passieren. Nationalmannschaften und Regionalteams waren am Start.

Die erste Etappe, sie führte von Ceske Budejovice in Tschechien nach Bad Leonfelden in Österreich. Vor dem Start ging es bei allen Teams etwas knapp zu. Keine Zeit um auf dem Markt in Budweis etwas Kultur zu tanken. Dort, wo vor wenigen Monaten das Ziel der 2. Etappe der Internationalen Friedensfahrt war, erfolgte der Start im Schatten des Schwarzen Turmes des Wahrzeichen dieser Metropole. Bei der Teampräsentation und dem Einschreiben, für mich war es das erste Mal, lief mir ein Schauer über den Rücken. Zum Start muß der Höhenmesser auf 378 Meter programmiert werden. Bei herrlichem Wetter „rollt“ das Feld die 6 Kilometer vom Ehrenstart zum offiziellen Start. Sonnenschein begleitet die Pedaleure beim einrollen. Mit 40km/h etwas zügig. Bereits nach 300 Metern hatte der erste Fahrer im Tross einen Platten. Nach einer Minute Neutralisierung erfolgte der Start. Straff wurde von Beginn an getreten. Bereits nach 4 Kilometern ging es in den ersten Berg. Ein regelrechter Knochenbrecher, den meisten Fahrer wurden hier schon in ihre Grenzen gewiesen. Die ersten Fahrer fielen aus dem Feld und mußten abreisen lassen. Am Kilometer 14,2 war die Bergwertung Locenice (ca. 600 HM). Bereits am Ende der ersten Abfahrt (KM 30) erfolgte ein schwerer Sturz. Ein Pedaleur war von hinten in der Abfahrt in das Auto der slowenischen Nationalmannschaft gerast und lag nun blutüberströmt im ganzen Gesicht im Straßengraben. Später stellte sich heraus, er hatte schwere Gesichtsverletzungen. Nach einer kurzen Abfahrt folgte am KM 44,2 die Sprintwertung Nove Hrady. Am KM 47,4 wird die tschechisch österreichische Grenze passiert. Bereits am KM 54 tauchte der nächste Berg auf. Immer mehr Fahrer fallen aus dem Hauptfeld zurück, auch vier Burschen aus unserem Team Wurzener hat es gegriffen. Sie bleiben in einer etwa 30 Mann starken Gruppe und beißen. Am KM 73,5 ist Rindlberg, die zweite Bergwertung auf 965 HM, erreicht. In der steilen Abfahrt muß gut und konzentriert gesteuert werden. Am KM 90,9 in Sandl folgt die nächste Sprintwertung. Wenig später am KM 103,5, 695 HM in Grünbach, erwartet die Fahrer die dritte Bergwertung auf dieser Etappe. Am KM 137,2 ist Bad Leonfelden (750 HM) erreicht. Hier erfolgt die dritte Sprintwertung bevor die letzten 20 Kilometer auf einer Runde bewältigt werden müssen. Nach 157,3 Kilometern ist endlich das Ziel auf dem Stadtplatz in Bad Leonfelden erreicht.

Die zweite Etappe, sie führt von Linz in Österreich nach Passau in Deutschland.

Der Höhenmesser in der Pulsuhr muß auf 275 Höhenmeter programmiert werden. Einen Ehrenstart gibt es nicht, der offizielle Start erfolgt in Linz in der Salzburger Straße 323 bei der Firma STRABAG. Diesmal verläuft die Strecke verhältnismäßig flach. Am KM 20,9 in Marchtrenk erfolgt die erste Sprintwertung. Das Tempo ist hoch und das Feld auseinander gezogen. In Waizenkirchen (KM 58,7, 350HM) ist die nächste Sprintwertung. Vom KM 62 in Esthofen (345HM) bis zum KM 67,5 zur Bergwertung St.Agatha (595HM) müssen auf 5 Kilometern 8 bis 10 % bewältigt werden. Hinein in die Abfahrt, ein kurzes Flachstück auf 294 HM bevor auf den nächsten Berg geklettert werden muß. Die Bergwertung ist am KM 89,7 im Ort Dorf auf 584 HM. Auf den letzten 3,8 Kilometern mußten 12 % bewältigt werden. Am KM 94,9 wird die österreichisch deutsche Grenze passiert. Ein herrliches Panorama entlang der Donau. Nach 125,5 Kilometern ist das Ziel in Passau vor dem alten Rathaus (305 HM) erreicht. Die Zeit nach dem Zieleinlauf ist knapp und so wird es wieder nichts mit einem Altstadtausflug.

Die dritte Etappe, mit einer Bergankunft sollte den Pedaleuren alles abverlangt werden. Zum Start in Voitsdorf muß der Höhenmesser in der Pulsuhr auf 500 Höhenmeter programmiert werden. Beim einrollen grüßen die Gipfel der Berge von weitem, eine herrliche Kulisse. Den Radlern wird es etwas mulmig wenn sie an die Etappenankunft denken.

Der Ehrenstart in Voitsdorf am Feuerwehrhaus und bereits 300 Meter später der offizielle Start ist erfolgt. 22,6 Kilometer ist der Rundkurs, wieder ist Voitsdorf erreicht, die erste Sprintwertung wird ausgetragen. Am Kilometer 47,9 in Kirchdorf ist die zweite Sprintwertung. Jetzt geht es straff in die Berge. Höhenmeter müssen gefressen werden, das Feld fällt schnell auseinander. Die erste Bergwertung an diesem Tag ist am KM 81,1 in Vorderstoder (810 Höhenmeter). Sicher wird durch die Abfahrt gerollt bevor am Kilometer 103,2 an der Kreuzung zum Hinterstoder (455 HM) der Anstieg beginnt. Vor Hinterstoder wird nach links auf die Panoramastraße Hutterer Höss abgebogen. Auf den kommenden letzten 9,8 Kilometern müssen zwischen 10 bis 12 % bewältigt werden. Jetzt wird schnell klar das jeder für sich hier hoch treten muß. Eric bis dahin im vorderen Hauptfeld dabei beißt. Gleichmäßig tritt der Wurzener und klettert wie eine Bergziege. Höhenmeter um Höhenmeter werden gefressen. Das Wetter ist prächtig, bei den Rennfahrern läuft der Schweiß. Immer wieder wird Eric von seinem Vater, der das Materialfahrzeug des Teams Wurzener fährt, angefeuert. Der rote Teufelslappen ist erreicht, gleichmäßig gilt es die letzten 1000 Meter zu bewältigen. Den Zielbogen sieht man erst auf den letzten Metern. Seine erste Etappenfahrt hat er somit ohne Pannen und Probleme absolviert. Geschafft aber glücklich steigt Eric vom Rennrad.

Für das Team Wurzener starteten bei dieser Rundfahrt Ronny Freiesleben, Erik Mohs, Jens Hentschel, Marcel Thiel, Hans Koch und Eric Thomas.

Als Kartenmaterial wird Autoatlas Deutschland, Autoatlas Tschechische Repubblik 1:150.000, Freitag & Berndt ISBN 80-86236-96-x und Autokarte Tschechien 1:250.000 ISBN 80-7224-298-9, Autoatlas Österreich 1:100.000 ISBN  3-89513-113-x empfohlen.

Die Blumen-und Tierwelt inmitten einer mir scheinbar heilen Natur ist sehr erholsam.

Wir fanden eine saubere Natur vor, tragt bitte auch ihr euren Anteil dazu bei.

Achtung, im Gebirge schlägt das Wetter schnell um.

Viel Spaß  bei eurer Tour