Monaco eine Ortsbegehung

Vorweg, einen Höhenmesser benötigt man zu dieser Tour nicht. Jedoch sollte die Knipse mit viel Speicherkapazität und Reserveakkus im Fürstentum Monaco mitgeführt werden.

Nach 2002, 2005 besichtigten wir auch im Jahr 2008 wieder Monaco und sichteten viel Neues. Vormittags sollte nicht zu spät angereist werden um sich eine lange Parkplatzsuche zu ersparen. Wir begannen unsere  Tour im Hafen, nicht nur die Boote der Wohlhabenden, Touristen und Sicherheitskräfte sind eine Augenweide. Die bebauten Felsen ergeben ein herrliches Fotomotiv. Vom Hafen aus sieht man den thronenden Fürstenpalast. Über die Treppen der Festungsanlage gelangt man vorbei am Nautischen Museum mit einladendem Polarmobil und Unterseeboot zur Kathedrale. Sie beherbergt nicht nur die letzten Ruhestätten der fürstlichen Familie. Eine Besichtigung ist sehr zu empfehlen. Bis zum Platz vor dem Fürstenpalast sind es nur noch wenige hundert Meter. Die tägliche Wachablösung durch die Garde ist täglich 12.00 Uhr. Eine Zeremonie wie einst an der Neuen Wache in Berlin Unter den Linden. Die Gardisten ziehen mit Musik auf, lösen ab und stehen dann in ihren Postenhäuschen. Schneidige Burschen, ein Offizier patrouilliert vor den Tausenden von Zuschauern und kontrolliert die Massen. Das IOC Mitglied Albert habe ich jedoch nicht gesehen. Wenige Minuten nach der Ablösung hat sich die große Menschenansammlung wieder aufgelöst. Endlich ist Zeit den Blick aufs Meer in beide Richtungen zu genießen. Aufgeschichtete Kanonenkugeln, Kanonen und Mörser sind wie so oft ein gutes Fotomotiv. Die Kanonen sind blank gewetzt. Wir schlendern durch die engen Gassen und landen schließlich am botanischen Garten. Jedoch scheint bei unserem Besuch der einzige Regentag des Monats gewesen zu sein, plötzlich schüttet es unaufhörlich wie aus Kannen. Einige Minuten untergestellt. Dann weiter bis auf Meereshöhe. Besonders haben es mir an diesem Tag die Verkehrsampeln angetan. Nicht wie bei uns das Ampelmännchen, sondern eine „laufende Sanduhr“ bis zur Umschaltphase. Nicht schlecht.

Für die Radsportler, auch Speichenschinder genannt, ist Monaco auch Ausgangspunkt zur Bezwingung des Col du Turini (1607m). Jedoch ist hier nicht der größte Feind der Pedaleure die Sonne, sondern es sind die Autofahrer. Der Abschnitt von Sospel (404m) bis zum Pass ist ein Erlebnis. Bleibt die Frage wer kämpft schon länger am Turini. Die Pedaleure oder die Fahrer der Rallye Monte Carlo.

Im Jahr 2009 findet/ war in Monaco der Start der Tour de France mit einem 15 Kilometer langen Einzelzeitfahren.

Eisenbahnfans können im Fürstentum Monaco den unterirdischen Bahnhof der S.N.C.F bei künstlichem Licht bestaunen. Keine Geheimniskrämerei, sogar die Baupläne hängen öffentlich aus.

Stocknägel habe ich bei meinen Besuchen noch nicht gesichtet, aber mittlerweile lassen sich auch Pins gut in das Sammelbrett drücken.

Viel Spaß bei eurer Tour