Juval

Diese lockere Wanderung führt in Italien durch das schöne Südtirol. Erneut im Vinschgau bei herrlichem Wetter im Schatten der Texelgruppe unterwegs macht es großen Spaß auf Schusters Rappen. Wir sind an diesem Tag etwas fauler und nutzen am Eingang des Schnalstales den Pendelbus zu Schloß Juval. Auf der steilen Straße schnurrt der Bus ganz schön. Oben angekommen begrüßen einen Alpakas, von dort geht es noch einige Meter auf Schusters Rappen hinauf. Das Schloß thront über dem Tal, ein großer Widder wacht freundlich über die ankommenden Besucher. Schon am Schloßeingang wird man in die tibetische Kultur eingestimmt. Für Frank war es sehr erhebend an den Gebetsmühlen zu drehen. Wir hatten einen Führer der in das Ambiente paßte und uns alles sehr ausführlich erklärte, Danke. Ich war von dem ganzen Aufbau und der Gestaltung der Anlage sehr beeindruckt. Auf die Beschreibung der einzelnen Details verzichte ich bewußt, besucht das Schloß Juval und sammelt eure Eindrücke selbst. Schaut euch den Ofen richtig an.

Es verdient großes Lob das Reinhold Messner sein Heim der Öffentlichkeit zugänglich macht.

Auch in unserer Wohnung hängen Gebetsfahnen.

Nach dem Besuch des Schloßes Juval kann man noch in dem gemütlichen Bauernhof mit Wirtschaft im Schatten des Schloßes einkehren. Das Essen schmeckt prima und Kinder können sich an den Tieren erfreuen. Wandert man weiter kommt man an den Schnalswaal, von weitem hört man das schlagen einer Schelle. Eine einfache aber gute Konstruktion das der Waaler ständig über das fließen des Wassers im Bilde ist. Fließt das Wasser nicht mehr, dreht sich das kleine Wasserrad somit nicht mehr und der angetriebene Hammer schlägt nicht mehr auf die Schelle. 

Als Wanderkarte ist für diese Tour zu empfehlen „Naturns/ Naturno, Latsch/ Laces, Schnalstal/ Val Senales“im M 1:25.000, aus dem KOMPASS Verlag. Aber wie überall in Südtirol sind die Wanderwege gut beschildert.

Am unteren Ausgang des Schnalstales befindet sich der Erlebnisbahnhof Schnalsthal (so wurde früher diese Station genannt und so steht es heute noch am Bahnhofsschild). Zwei ausgediente Schweizer Postwagen der Rhätischen Bahn (RhB) dienen als Informationsstätte und Wirtschaft. Im Außenbereich kann mit einer Draisine fahren. Der kleine Dampfzug ist für Kinder eine Attraktion. Es ist ratsam sich im Vorfeld über die Öffnungszeiten zu informieren. Bei Öffnung des Bahnhofes hält die Vinschgerbahn am Bahnhof Schnalsthal. 

In Parcines/ Partschins (618m) kann das Schreibmaschinenmuseum besichtigt werden, kommt doch der Erfinder der Schreibmaschine aus diesem kleinen Ort. Etwa 2 Kilometer entfernt befindet sich in dem Ort Rabla/ Rabland (525m) die größte Modelleisenbahnausstellung Italiens. Die Anlage stellt vorwiegend die Südtiroler Region sehr schön im Maßstab 1:87 dar. Auch die Marmorbahn in Lasa/ Laas (nicht zu verwechseln mit der tibetischen Hauptstadt) wurde nachgebaut. Im Museum finden weiterhin ständig Sonderschauen statt. In der Regel reichen 2 Stunden für den Besuch als eingefleischter Modelleisenbahner. Für Kinder wurde eine kleine Spielecke mit Bahn und Trafo eingerichtet.

Sinnvoll erscheint eine Museummobilcart (museumobilcart), Gültigkeitsdauer 7 Tage für 25 € (im Jahr 2011), damit darf man 78 verschiedene Museen und alle öffentlichen Verkehrsmittel (Regionalbusse, Ortsbusse, Regionalzüge, Seilbahnen, Rittnerbahn) in Südtirol benutzen. Ein unschlagbares Angebot. Eisenbahnfans kommen voll auf ihre Kosten. Aber auch für alle anderen Touristen ist diese Karte sehr zu empfehlen, kommt man doch mit den öffentlichen Verkehrsmitteln an alle Aus-und Endpunkte zum Wandern, man kann während der Fahrt die schöne Aussicht in das herrliche Südtirol genießen und die lästige Parkplatzsuche entfällt. Es fahren viele Busse und Züge, gute Taktung. Diese Karte bekommt man auf allen Bahnhöfen und den Fremdenverkehrsbüros in Südtirol zu kaufen. Hier erhält man auch kostenlos den Fahrplan für alle öffentlichen Verkehrsmittel in Südtirol. Sehr beispielhaft, Danke.

Viel Spaß bei eurer Tour