Gotschnagrat (2281m) – Parsennhütte (2200m) – Totalpsee (2496m) – Wasserscheide (2629m) – Weissfluhjoch (2663m)

Strecke:                  Naturweg, Geröll

Länge:                     ?

Aufstieg gesamt:      457 m

Abstieg gesamt:       82 m

HF-Durchschnitt:     96 S/min

Maximalpuls:           127 S/min

Temperatur:            3 Grad Gotschnagrat, -2 Grad Weissfluhjoch

Zeit:                       2:03:20 Stunden

Trittsicher muß man bei dieser Tour nicht sein, als Bergfreund und Naturliebhaber bekommt man viele Erlebnisse gratis.

Wanderland Schweiz, nicht nur im Kanton Graubünden kommen noch herrliche Eisenbahnfahrzeuge hinzu. Mit der Eisenbahn legten wir die ersten Kilometer von unserem Quartierort Davos (1560m) bis nach Klosters (1191m) hoch gelegen zurück und bestiegen die Gondel der Seilbahn Gotschna. In einer dieser großen roten Gondeln wurde nun über zwei Sektionen (Umstieg am Gotschnaboden 1779m) am Seil schaukelnd bis auf den Gotschnagrat (2281m) hoch gefahren. Wie sagten wir damals als Luftakrobaten mit unseren fliegenden Kisten (sowjetische Hubschrauber des Typs Mi-24), in Klosters (1191m) war der Sack noch zu, oder so eine Suppe. Auf dem Gotschnagrat (2281m) schien bereits die Sonne, also bestes Wanderwetter. Die Bergketten bildeten ein prächtiges Panorama, unser Ziel die Seilbahnstation auf dem Weissfluhjoch (2663m) schon im Visier. Vor der Bergstation der Seilbahnstation Gotschnagrat steht ein Schild mit der Höhenangabe und einige Wanderwegweiser.

Der Höhenmesser in der Pulsuhr muß am Gotschnagrat auf 2281 Meter programmiert werden.

Kerstin und ich begannen diese Wanderung ohne Jacke, erfahrungsgemäß ist man ja nach einigen Minuten auf Temperatur. Auf den annähernd flachen Naturwegen wanderte es sich ausgezeichnet. Für uns zählte an diesem Tag nur das Erlebnis Natur. Der Wächter der Murmeltiere war wohl unaufmerksam und so konnte ich die Knipse gut einsetzen. Herrliche Bilder von den aufrecht stehenden oder sich rumlümmelnden und spielenden drolligen Murmeln auf diesen Bergwiesen. Wanderten wir die ersten Minuten auf flachem und leicht abfallendem Terrain, so waren wir nun schon einige Zeit im ansteigenden terrassenartigen Gelände. Breite von MTB Speichenschindern ausgefahrene Naturwege ließen sich gut begehen. Die Parsennhütte (2200m) in einer während der Sommermonate verlassenen Gegend, wartete auf die vielen Alpinskifahrer und den ersten richtigen Schnee. Dies müßte auch der tiefste Punkt unserer Tour gewesen sein. Wir marschierten zielstrebig an ihr vorbei und weiter. Kurz danach überquerten wir einen schmalen Gebirgsbach über eine aus mehreren Brettern bestehende wacklige Brücke. Gleichmäßig wurden nun Höhenmeter gefressen, die Teleskopwanderstöcke bewährten sich. Liebevoll von Wanderern gebaute am Wegesrand stehende Steinmännl sorgten für Abwechslung. Das Wetter hatte mittlerweile auch eine Kehrtwendung gemacht und wir erreichten die Schneefallgrenze. Eine kurze Rast um nochmals das Panorama der umliegenden Bergketten und den Inhalt des Rucksacks zu genießen. Der Totalpsee (2496m) grüßte von links. Straffen Schrittes wurde weiter gewandert. Der Schneefall hielt sich in Grenzen, jedoch war es sehr kalt und vor allem windig geworden. An der Wasserscheide (2629m) wurde dies unerträglich und wir entschlossen uns kurz vor dem Ziel die Jacken aus dem Rucksack zu holen. Das anziehen der Jacken war bei dem Sturm gar nicht so einfach. Eigentlich hätten wir schon viel früher die wärmenden Jacken und Handschuhe anziehen müssen. Hier steht wieder ein großer Pfahl mit vielen Wegweisern und einer Höhenangabe (2629m), auf dem Erinnerungsfoto zähle ich später 14 Wanderziele. Nun eingemummelt legten wir die letzten Meter bis zu unserem Tagesziel zurück. Nach reichlich zwei Stunden erreichten wir das Weissfluhjoch (2663m). Das entspricht etwa der angegebenen Wanderzeit auf den Wegweisern und Wanderkarten. Schnell ein paar Fotos und dann in die schützende Seilbahnstation. Da hier oben über die Mittagszeit der Verkehr ruht waren wir noch einige Zeit den Göttern etwas näher und konnten das Panorama genießen. In der Standseilbahn ging es sehr gemächlich zu, ich habe mich neben dem Bahnführer platziert und konnte somit die gesamte Fahrt über beide Sektionen filmen.           

Sammler von Stocknägeln und kleinen Aufklebern müssen mittlerweile schon etwas Spürsinn entwickeln um das anvisierte Andenken zu erwischen. Ich habe gehört, Kühe aus Porzellan oder Holz gibt es auch in verschieden Alpenorten. Von Frankreich bis Slowenien sind diese bereits Kult. Es ist ratsam die Größe seiner bisherigen Schmuckstücke einigermaßen zu kennen. Aber man kann ja schließlich nicht für alles Spickzettel einstecken haben.

Unzählige Touren, ob auf Schusters Rappen oder dem Rad, sind in der Landschaft Davos möglich.

Sportveranstaltungen gibt es mittlerweile im Überfluss.

Eisenbahnfans kommen in dieser Region voll auf ihre Kosten.

Als Kartenmaterial wird empfohlen. Wanderkarte Davos Wanderland 1:50.000, ISBN 3 907 57006 5 aus dem Verlag Orell Füssli.

Die Blumen-und Tierwelt inmitten einer mir scheinbar heilen Natur ist sehr erholsam.

Wir fanden eine saubere Natur vor, tragt bitte auch ihr euren Anteil dazu bei.

Achtung, im Gebirge schlägt das Wetter schnell um.

Viel Spaß  bei eurer Tour