Unterwegs mit Seilbahn, auf Schusters Rappen und dem Postbus

Davos/ Jacobshorn (2590m) – Jatzhorn (2682m) – Tällifurgga (2568m) –

Sertig Dörfli (1861m)

Strecke:                        Naturwege, Geröll, Schneefelder

Länge:                          ca. 9 km

Aufstieg gesamt:            239 m

Abstieg gesamt:              896 m

HF-Durchschnitt:           95 S/min

Maximalpuls:                 140 S/min

Temperatur:                  sehr warm

Zeit:                             3:21:00 Stunden


Diese Wanderung ist für Kinder geeignet.

Eine schöne Tour erwartet die Wanderer in der Schweiz. In Europas höchstgelegener Stadt Davos (1560m) im Kanton Graubünden wird die Seilbahn zum Jacobshorn (2590m) bestiegen. Umsteigen auf der Ischalp (1885m) und nach wenigen Minuten ist das Jacobshorn (2590m) erreicht. Eine schöne Rundumsicht zeigt die herrliche Bergwelt. Unser Ziel soll Sertig Dörfli (1861m) in südwestlicher Richtung sein. Blickkontakt hatten wir bereits. Mehrmals querten wir dieses kleine Hochgebirgsdorf, ob beim SwissAlpine Postmarathon im Jahr 1997, bei Wanderungen oder dem Skiroller Anstiegstraining.

Der Höhenmesser muß zum Beginn der Wanderung auf 2590 Meter programmiert werden. Nach wenigen Minuten ist man dem Touristentrubel entschwunden. Alle Wege sind wie in der Schweiz nicht anders gewohnt, gut markiert. Nach etwa 300 Metern vom Hauptweg nach links in Richtung Jatzhorn (2682m) wandern. Hier werden gemächlich einige Höhenmeter gemacht. Auch für kleine Kinder kein Problem, im übrigen ist die Tour sehr abwechslungsreich. Auf ein Sicherungsseil für den Nachwuchs sollte jedoch nicht verzichtet werden. Einige kurze aber leichte Passagen mit Schnee müssen überquert werden. Bereits nach 29 Minuten stehen Kerstin und Frank auf dem Jatzhorn (2682m). Hier treffen wir auf eine Gruppe französisch sprechender Wanderer, sie fühlen sich in der Natur auch sehr wohl. Obwohl nun einige Leute auf dem Gipfel verweilen ist es ausgesprochen ruhig, alle genießen die prächtige Aussicht an diesem schönen Sommertag. Nach einigen Minuten brechen wir auf und setzen unsere Wanderung fort. Vorher schrauben wir jedoch unsere Teleskopwanderstöcke etwas länger heraus, gilt es doch bergabwärts zu steigen. Steinmännl grüßen freundlich am Weg. Wir nehmen nicht den kürzesten Weg nach Sertig sondern wandern in Richtung Tällifurgga (2568m) weiter. Nach einigen Minuten säumt Enzian über Enzian den Weg. Das muß natürlich geknipst werden. Später reihen sich noch andere Alpenblumen ein. Tällifurgga (2568m) ist nach 1:43 Stunden erreicht. Obwohl Frank sonst gerne durchwandert genießt er an diesem Tag immer öfter den Blick in und über die Bergketten in alle Himmelsrichtungen. Es ist einfach gigantisch in dieser Ruhe den Göttern etwas näher zu sein. Es nützt nichts es geht weiter, Alpenrosen und Latschenkiefern säumen den Weg. Das läuten erster Kuhglocken ist zu vernehmen. Mittlerweile ist unser Tagesziel – Kirche Sertig - etwas näher gerückt. Wir wandern locker weiter und erreichen Sertig Dörfli (1861m) nach 3:21 Stunden. Da einige ausgiebige Pausen und Fotohalte eingelegt worden ist eine reine Wanderzeit von etwa 2 bis 2,5 Stunden möglich. Natürlich zieht es uns zur kleinen bekannten Kirche die es auch für die Modellbahner im Maßstab 1:87 für H0 gibt. Es dauert einige Zeit bis das begehrte Fotomotiv zum knipsen frei ist. Als Vergleich ein Bild vom Wintereinbruch 3. Oktober 2008. Wenige Minuten später rollt der Postbus an. Es ist das erste Mal das wir mit einem Schweizer Postbus fahren. Als Kerstin die zwei Fahrscheine löste spitzte Frank seine Ohren und meinte anschließend, bei diesem Preis wäre ich bis Davos gewandert. Wie auch immer, mit dem Postbus mußte man ja auch mal gefahren sein.  

Seit 1997 haben wir in Davos nicht so gleichbleibend gutes und warmes Wetter erlebt.

Als Wanderkarten sind für diese Tour zu empfehlen: „Davos-Wanderland“ Sommerkarte im M 1:50.000, aus dem OF Orell Füssli Verlag, ISBN 3 907 57006 5 oder „Davos, Arosa, Prättigau, Klosters“ im M 1:50.000 aus dem Kompassverlag, ISBN 978-3-85491-462-4.

Die Blumen-und Tierwelt inmitten einer mir scheinbar heilen Natur ist sehr erholsam.

Wir fanden eine saubere Natur vor, tragt bitte auch ihr euren Anteil dazu bei.

Achtung, im Gebirge schlägt das Wetter schnell um.

Viel Spaß  bei eurer Tour