Davoser Bergsprint - Adidas Fun Run

Länge:                         5,8 km

Aufstieg gesamt:           90 m

Abstieg gesamt:            90 m

Zeit:                             22:55 Minuten

Diese Beschreibung bezieht sich auf die Strecke im Jahr 1997.

Im schweizerischen Kanton Graubünden, der höchstgelegenen Stadt Europas in Davos (1560m), findet jährlich als letzter Schliff vor dem SwissAlpine Marathon ein Bergsprint statt.

Gestartet wird im Davoser Stadion und mit hohem Tempo in der Talstraße Richtung westen gelaufen. Ich setzte ebenfalls auf hohes Anfangstempo da ich meine Schwächen im Berg kenne. Nach einigen Metern wird nach links in die Mattastraße abgebogen. Unter der Eisenbahnbrücke durch, verläuft es nur noch wenige Meter flach. Nun geht es in den Anstieg. Rechts zweigt ein schmaler Fußweg ab den hochgeknüppelt wird. Die Strecke führt entlang der Häuser am Lärchenring. Von da an ist man im Wald und es müssen weiter Höhenmeter gefressen werden. Meine Beine werden schwer und ich hechle ganz schön, bleibe dennoch in der Spitze. Endlich ist der höchste Punkt erreicht, Zeit zum verschnaufen bleibt nicht, es wird weiter Druck gemacht. Die Strecke führt durch die Golfplätze und verläuft weiter auf der Dischmastraße. Nach wenigen Metern wird nach links in die Mattastraße eingebogen. Ich habe erneut Angst von einem Golfball betroffen zu werden. Die Strecke biegt an rechts in die Hertistraße ein. Es geht über die Landwasserbrücke und einen Bahnübergang. Hinter dem Kongresszentrum müssen nochmals einige Höhenmeter bewältigt werden. Auf der Promenade wird nun nach links, also in Richtung westen, gelaufen. Tausende Zuschauer säumen die Strecke, man könnte meinen die Gladiatoren werden zwischen den Zäunen gejagt. Irgendwann entdecke ich meine Familie, Kerstin und Eric können es kaum fassen das ich vorn dabei bin. Jetzt zählt nur noch beißen, beißen um nicht abreisen zu lassen. Die Strecke biegt nach links in die Tobelmühlestraße ein, wenige Meter geht es nun runter. Erneut nach links auf der Talstraße und durch Stadiontor auf die Schlußrunde. Ich kann es selbst kaum glauben, als zweiter erreiche ich das Ziel. Ein Erlebnis von dem ich noch jahrelang zehrte.

1999 führte dieser Lauf auf einer anderen Strecke lang.

Die Veranstalter wollten diesen Lauf publikumswirksam machen und trug ihn auf einem zweimal zu passierendem Rundkurs in der Stadt aus.

Nach dem Start im Stadion führte die Strecke rechts am Sporthotel vorbei und hinter der Eishalle lang. Erneut wurde losgeknüppelt. Der Anstieg über den Erwin-Poeschel-Weg kostete Körner. Ich ließ drei junge Läufer auf der Promenade weglaufen was sich später bitter rächte. Kurz vor der Kreuzung Poppenrollenweg hatte die Ordner eine Lücke in den Absperrgittern gelassen. Unmittelbar vor mir überquerte eine Mutti, welche dem Spitzentrio hinterher schaute mit einem Kinderwagen die Straße. Ich konnte so schnell nicht ausweichen und rempelte die Kinderkutsche. Scheibenkleister, die Spitze war weg. Die Strecke bog nach links ab, hier teilte sich die Straße (kein Ordner, kein Hinweisschild) und ich verlief mich am Rathaussturz. Die Strecke führte jedoch über den Berglisturz. Eigentlich Schade, egal ob vierter oder Altersklassensieger, eine schöne Erinnerung wäre es allemal gewesen. Aber das sind die Geschichten von den Siegern und ......

In dieser Davoser Sportwoche kann noch bei allerhand anderen Läufchen gestartet werden. Davoser Nachtlauf (Samstag), Seelauf (Dienstag), Bergsprint (Freitag) und als Höhepunkt der SwissAlpin Marathon (Samstag). Die Sportwoche wird durch Vorträge, besondere Filme im Kino und eine Marathonmesse abgerundet.

Wer noch andere Unternehmungen in dieser herrlichen Gegend tätigen möchte benötigt sehr viel Zeit. Laufstrecken gibt es genügend. Wer von A nach B läuft kann gut mit der Eisenbahn zum Ausgangspunkt fahren. Mit dem Rennrad, MTB oder Skirollern hat man die Qual der Wahl. Viele Pässe und herausfordernde Anstiege verlangen ganz einfach bezwungen zu werden. Die Wege sind alle ausgezeichnet mit Wanderwegweisern ausgeschildert, auch ohne Karte kommt man gut zum Ziel.

Freunde der Eisenbahn kommen hundertprozentig auf ihre Kosten. Das Schienennetz der Rhätischen Bahn (RhB) ist das größte europäische Schmalspurnetz (Meterspurnetz). Ob rollendes Material oder Bauwerke, ich wurde mächtig verzaubert. Egal ob Wanderung oder Fahrt mit einem der roten Züge, es wird keiner enttäuscht. Zu nennen ist auch der Eisenbahnlehrpfad von Bergün nach Preda. Schautafeln entlang der Albulalinie bieten viel Abwechslung.  

Freunde des Gerstensaftes können in Monstein ihr eigenes Bier brauen.

Auch in den Hütten kann der Hüttenstempel in den Wanderpass für das Wanderabzeichen dieser Region gedrückt werden. Stocknägel gibt es für die Sammler ebenfalls.

Als Wanderkarte ist für diese Tour zu empfehlen „Davos-Wanderland“ Sommerkarte im

M 1:50.000, aus dem OF Orell Füssli Verlag.

Eisenbahnfans sei das Buch, Rhätische Bahn – Eisenbahnerlebnis in Graubünden von Bernhard Studer mit der ISBN 3-905404-23-0, wärmstens empfohlen. Ein ausgezeichnetes Werk zur Planung der Touren und der Erläuterung des Eisenbahnerlebnisses in und um Graubünden.

Um Kindern die Pflanzen-und Tierwelt zu erklären und etwas Abwechslung in die Tour zu bringen gibt es kleine Taschenbücher aus dem Kompass Verlag.

Die Blumen-und Tierwelt inmitten einer mir scheinbar heilen Natur ist sehr erholsam.

Wir fanden eine saubere Natur vor, tragt bitte auch ihr euren Anteil dazu bei.

Achtung, im Hochgebirge schlägt das Wetter schnell um.

Viel Spaß bei eurer Tour