Burkartshain – Kühren – Streuben – Sachsendorf – Burkartshain

Burkartshainer Straßenlauf

Damals gab es noch keine Pulsuhren, aber dafür einen Straßenlauf östlich von Wurzen.

Den Burkartshainer Straßenlauf gab es von 1978 bis Anfang der 90er Jahre. Damals wurde diese Lauf-veranstaltung von Peter Poppe, Sportlehrer – Kreisturnrat – begeisterter Läufer, aus der Taufe gehoben und organisiert. Wahlweise gab es zu Beginn die Läufe über 10,5 und 25 km, ab den 90ern war die 5 km dazu ausgeschrieben.

Die 10,5 Kilometer lange Strecke verläuft wie folgt. Der Start erfolgt vor dem alten Gemeindeamt Burkartshain (138m) in Richtung Ortsmitte (Osten). Gelaufen wird auf der Ortsverbindungsstraße nach Kühren vorbei am Großteich. In Kühren (148m) auf dem Dorfplatz beim Elefanten, hier steht ein sehr bekannter Elefant aus Stein, geht es nach rechts weg. Vorbei am Dorfteich und dann ein kurzer Anstieg, es wird weiter in Richtung alte Poststraße, also nach Streuben, gelaufen. Am Ortsausgang von Streuben müssen erneut einige Höhenmeter gemeistert werden. Die Kuppe auf der die alte Windmühle (172m) steht ist erreicht, die Gefällestrecke beginnt. Meist war hier schon das Rennen entschieden. Aber auch Kämpfer werden belohnt. Am Ortseingang von Sachsendorf muß nach rechts abgebogen werden. Jetzt zieht sich die Strecke. Vorbei am Abzweig Wäldgen (144m) und dem Steinkreuz auf der rechten Straßenseite wird nach Burkartshain gelaufen. Die gesamte Strecke ist sehr windanfällig, vor allem zwischen Sachsendorf und Burkartshain hat man fast immer Gegenwind. Sollte es bis zum Ortseingang Burkartshain noch keine Entscheidung gegeben haben, so wurde ab dem Ortseingangsschild das Tempo mächtig verschärft und geknüppelt. Vor dem alten Gemeindeamt in Burkartshain (138m) war das Ziel. So belegte Frank am 27.04.1980 den zweiten Platz über die 10,5 Kilometer. Am 20.04.1984 siegte er über die gleiche Distanz. Am 28.04.1991 belegte er über 5 Kilometer ohne Training einen zweiten Platz.

Wer noch einige Kilometer mehr laufen möchte, der muß in Sachsendorf am ehemaligen Gasthof nach links abbiegen und zur Pusta laufen. Im Wermsdorfer Forst kann auf den Waldwegen ausgezeichnet trainiert werden. Vorbei an den bronzezeitlichen Hügelgräbern, Kirchteich, Doktorteich, Reiherteich und Häuschenteich ist nicht nur eine schöne Natur, für Abwechslung ist gesorgt. Hinter dem Zeisigteich befindet man sich kurz vor Wermsdorf, hier stehen seit einigen Jahren Bisons auf einer Weide. Wer Glück hat sieht im Wald auch Rehe oder Wildschweine. Auch mit dem Rad ist man hier gut unterwegs. Dieses Waldgebiet ist im Winter für Skilanglauf geeignet.

Übrigens, aus dem kleinen Dorf Burkartshain, was am 3. Oktober 2006 zur Stadt Wurzen eingemeindet wurde, kommen ausgezeichnete Läufer. So stammt Uwe Hähne, Jahrgang 1967, aus dem Ort. Noch erfolgreicher war Andreas Rettig, Jahrgang 1964, der erst mit 16 Jahren zum Laufen kam. Andreas erkämpfte Medaillen bei Meisterschaften der DDR und später der BRD auf den Mittel-und Langstrecken. Er wurde auch USIC – Meister, also Europameister der Eisenbahner. Aber auch seit Ende der 90er machen zwei Brüder von sich Reden. Es sind die Enkelsöhne von Peter Poppe. Max und Franz Schindler, zwei fleißig trainierende und talentierte Jungs.

Ich hoffe, diese ehemalige Wettkampfstrecke bietet auch für euch etwas Abwechslung im Training.

Viel Spaß