Bergün / Bravuogn (1408m) - Chants (1822m) -Keschhütte (2632m) – Bergün / Bravuogn (1408m)

Diese Wanderung ist für Kinder geeignet.

In Bergün / Bravuogn ist das Tor zum Engadin, hier wird teilweise rätoromanisch  gesprochen. Der Höhenmesser in der Pulsuhr wird am Bahnhof auf 1408m programmiert. Im Ort an dem bekannten Wegweiser auf der Marktkreuzung sind es 1367m.

Wir starteten am Bahnhof zu einer zügigen Wandereinheit. Nach einer anfänglich flachen Passage ist man schnell im Anstieg entlang des Baches Ava da Tuors, es geht durchs Tal, also durch das Val Tuors. Eine abwechslungsreiche Gegend, Schwierigkeiten gibt es nicht. Die Strecke zieht sich bis zu der Siedlung Chants (1822m). Hier muß der rechte Abzweig in Richtung Keschhütte genommen werden. Weiter wird entlang des Baches Ava da Salect gewandert. Etwas zäh muß man schon sein, doch Wanderfreunde erreichen ja meist ihr Tagesziel. Auch wenn die letzten Höhenmeter recht beschwerlich sind, die Hütte lockt. Die Keschhütte (2632m) ist erreicht, sie ist bewirtschaftet. Bei einer viel zu schnell vergehenden Rast wird man von den benachbarten Gipfeln verzaubert.  

Der Abstieg nach Bergün / Bravuogn geht wie so oft durch lang gezogene Gefällestrecken wesentlich einfacher.

Als Alternative kann auch ab Chants (1822m) auf den Sertigpass (2739m) gewandert werden. Hier verlief bis 1997 die alte Strecke des SwissAlpine Postmarthon. Aber auch von der Keschhütte (2632m) kommt man durch das Val dal Tschüvel auf den Sertigpass (2739m) oder am rechten Abzweig nach dem ersten Tal über das Val Funtauna auf den Scalettapass (2606m). Hier führt seit 1998 die neue Strecke des SwissAlpine Marathons lang. Die letzten Kehren zur Keschhütte sind am Marathontag von unzähligen Zuschauern die nicht nur anfeuern, sondern auch für eine prächtige Stimmung sorgen, gesäumt.

Übrigens, bei uns schien die Sonne unerbittlich, Kopftuch und Sonnencreme waren unverzichtbare Begleiter.

Teleskopwanderstöcke bewährten sich auch bei dieser Tour.

Auch in den Hütten kann der Hüttenstempel in den Wanderpass für das Wanderabzeichen dieser Region gedrückt werden. Stocknägel gibt es für die Sammler ebenfalls.

Schon im Bahnhof Bergün, dem Ausgangspunkt der Eisenbahnstrecke zum Albula, kommen Bahnfreunde voll und ganz auf ihre Kosten. Leutwerk am Bahnhofsgebäude, Drehscheibe und ein Krokodil der Rhätischen Bahn lassen die Herzen schneller schlagen. Im Ort gibt es auch ein kleines aber schönes Museum in dem auf einer Modellbahnanlage die Albulastrecke nachgebaut ist und Züge rattern.

Es kann aber auch entlang des Eisenbahnlehrpfades von Bergün nach Preda, dem kleinen Ort vor dem Tunneleingang zum Albulatunnel gewandert werden. Brücken, Tunnel und etliche Schautafeln über den Bahnbau und das rollende Material der Rhätischen Bahn sind nicht nur für Eisenbahnfreunde interessant, auch Kinder bewegen sich hier interessiert. Kommt ein Zug wird man verzaubert, die Kehrtunnel sind einzigartig, eine Bahnfahrt unerlässlich. Es ist schon bemerkenswert wenn sich der Glacier Express lang windet.  

Radsportfans, manche sagen auch Pedaleure oder Speichenschinder, können von hier aus mit dem Fahrrad auf den Albulapass / Pass d´Alvra (2312m) die 12% strampeln.

In Bergün gibt es ein schönes Freibad, an die Wassertemperatur muß man sich gewöhnen.

Im Winter ist die Straße zum Albulapass für Autos gesperrt. Mit dem Schlitten kann man auf einer der bekanntesten Rodelbahnen der Schweiz somit von Preda bis Bergün rodeln.     

Als Wanderkarte ist für diese Tour zu empfehlen „Davos-Wanderland“ Sommerkarte im

M 1:50.000, aus dem OF Orell Füssli Verlag.

Um Kindern die Pflanzen-und Tierwelt zu erklären und etwas Abwechslung in die Tour zu bringen gibt es kleine Taschenbücher aus dem Kompass Verlag.

Die Blumen-und Tierwelt inmitten einer mir scheinbar heilen Natur ist sehr erholsam.

Wir fanden eine saubere Natur vor, tragt bitte auch ihr euren Anteil dazu bei.

Achtung, im Hochgebirge schlägt das Wetter schnell um.

Viel Spaß bei eurer Tour