Paßthurm (460m) - Toni-Lenz-Hütte (1450m) - Salzburger Hochthron (1852m)

Paßthurn - Toni-Lenz-Hütte - Schellenberger Eishöhle - Salzburger Hochthron:

Strecke: Naturwege

Ausgangspunkt für diese Wanderung ist Paßthurn im Berchtesgadener Land. Zwischen Berchtesgaden und dem südlichen Autobahnkreuz von Salzburg wird Marktschellenberg und wenig später Paßthurn erreicht. Neben der Königssee Ache ist ein kleiner Parkplatz auf dem der fahrbare Untersatz abgestellt werden kann.
Für Familien mit Kind ist diese Strecke nicht zu schwer.
Wie oft bin ich die Tour schon gegangen - kommt einfach mit auf den Untersberg.
Der Höhenmesser in der Pulsuhr kann auf 460m programmiert werden. Auf dem gut markierten Wanderweg 463 geht es gleich richtig zur Sache. Schon am Anfang werden etliche Höhenmeter parallel zum Rothmannbach gemacht. Wir passieren eine kleine Forsthütte in dieser schönen Natur. Irgendwann kommt als Steighilfe eine kleine Leiter die auf dem Weg liegt. Hier soll sich keiner abschrecken lassen. Es ist wirklich nur eine Steighilfe. Von weitem sieht man die Toni-Lenz-Hütte (1450m). Hier hat sich jeder eine längere Rast verdient, in dieser fast unberührten Natur vergeht die Zeit viel zu schnell. Ein geselliger alter Hüttenwirt erklärt einem alles. Die Schuhe wieder angezogen und weiter geht es in Richtung der Schellenberger Eishöhle (circa 1500m), der größten Eishöhle Deutschlands. Hier hatte ich ein ganz besonderes Erlebnis, am Eingang der Höhle begrüßte mich eine Gemse. Ich sah damals erstmals so ein Tier in der Natur und war begeistert. Wer diese Höhle besichtigen möchte benötigt festes Schuhwerk sowie Mütze und Handschuhe. Ich sage ganz einfach herrlich auch wenn mir die ins Eis gehauenen Stufen etwas hoch erscheinen. Das Ziel ruft und so wird weiter in Richtung Salzburger Hochthron gewandert. Einige gespannte Seile und Leitern erfordern doch schon etwas Mut. Wenig später ist der Salzburger Hochthron (1852m) erreicht und wie so oft berühre ich das Gipfelkreuz. Eine prächtige Fernsicht tut sich auf.
Bei dem Abstieg ist nun größte Vorsicht geboten. An der Toni-Lenz-Hütte wird gleich vorbei gezogen. Wer irgendwann denkt das die großen Passagen mit Gefälle und die damit verbundene Gefahr vorbei ist, der kann sehr schnell eines besseren belehrt werden. Wir hatten gerade im Rothmannbach etwas mit den Steinen gespielt und waren erst wieder wenige Meter bergab gewandert. Wie so oft mußte Eric, damals 5 Jahre alt, ermahnt werden nicht zu rennen. Plötzlich rutschte der Zwerg vom Weg ab und ich konnte ihn gerade noch so greifen. Ein Stück Weg war an dieser Stelle weggespült worden. Der Schrecken saß tief. Mit ein paar blauen Flecken kam der Bursche noch relativ gut weg. Den Ausgangspunkt erreichten wir an diesem Tag nicht so erholt, denn der Schrecken saß immer noch tief.
Ab der nächsten Tour habe ich Eric immer in einem Seil eingebunden. Nach dem Urlaub kaufte ich dann sofort ein Klettergeschirr was unser Stammhalter jahrelang in den Bergen trug. Geniert euch nicht, Sicherheit geht vor.
Für den Abstieg kann auch eine andere Tour vom Untersberg über den Salzburger Hochthron oder Berchtesgadener Hochthron gewählt werden. Vergleiche unsere Tourenangebote.
Wie so oft bewährten sich auch bei dieser Wanderung die Teleskopwanderstöcke.
Auch in der Toni-Lenz-Hütte kann der Hüttenstempel in den Wanderpass für das Wanderabzeichen dieser Region gedrückt werden. Stocknägel gibt es für die Sammler ebenfalls.
Als Wanderkarte ist für diese Tour zu empfehlen „Berchtesgadener Land“ im M 1:30.000, aus dem RV Verlag.
Um Kindern die Pflanzen-und Tierwelt zu erklären und etwas Abwechslung in die Tour zu bringen gibt es kleine Taschenbücher aus dem Kompass Verlag.
Für Laufinteressierte sei der Untersbergmarathon erwähnt.

Achtung, im Hochgebirge schlägt das Wetter schnell um.

Viel Spaß bei eurer Tour