Skirollertraining im Muldental (Muldentalbahn - Radweg)

Strecke: Asphalt, Skiroller möglich

Länge: 30 km
Aufstieg gesamt: 21 m
Abstieg gesamt: 38 m
Zeit: 1:30:45 Stunden

Für das Skirollertraining im Muldentalkreis eignet sich der Muldentalbahn – Radweg zwischen Dehnitz und Grimma.
Auf der Strecke der ehemaligen Muldentalbahn von Wurzen nach Grimma, dort wo früher Dampfrösser schnauften, trainieren heute Wintersportler.
Der Einstieg erfolgt im Ortskern von Dehnitz oberhalb des Naturschutzhofes. Irgendwann sollen Hinweisschilder mit einer Dampflok den Weg weisen. Auf der ganzen Strecke kann mit Skirollern gelaufen werden, für kleine Rollen gibt es keine Probleme, der Asphalt ist glatt und kein bißchen wellig.
In den Gefällepassagen müssen Skiroller nicht bremsen, es kommen keine unübersichtlichen Kurven. Achtung, überall wo Straßen den Weg kreuzen stehen Poller. An einigen Stellen muß vorher die hohe Geschwindigkeit gedrosselt werden da die Übergänge etwas unübersichtlich sind. Aber dafür haben Roller eine lange autofreie „Piste“. Hinter Dehnitz auf der rechten Seite passieren wir den alten Stall, es folgt eine kleine Abfahrt, links steht das alte Wasserwerk und vor uns der erste Poller. Parallel zum Radweg schlängelt sich die Mulde (Vereinigte Mulde), wir fahren gegen den Strom. Erstmals ist straffes Arbeiten angesagt, erneut Gefälle und dann eine Linkskurve. Achtung bevor die Fuhre abgeht, hier liegt oft ausgespülter Sand. Den Schwung ausnutzen und den Huckel hoch. Rechts eine kleine Schutzhütte, eine scharfe Rechtskurve dann steht schon ein weiterer Poller. Jetzt ist das „Gleis“ der ehemaligen Muldentalbahn erreicht. Windgeschützt rollern wir nun durch Felslandschaften mit Baumbewuchs. Bald kommt die erste Straßenquerung in Höhe der Oelschützer Lorelei , Vorsicht ist geboten. Vorbei an Tümpeln taucht bald die nächste Straßenquerung und linker Hand ein liebevoll restauriertes Bahnwärterhäuschen auf. Flach rollt`s auf den nächsten Kilometern, bevor wir den Landduft des großen Schweinestalles von Neichen wahrnehmen. Es folgen drei Straßenquerungen. Das „Spritzenhaus“ von Neichen ist neu gebaut und an den Feiertagen immer etwas los. Kurz dahinter steht links der ehemalige Bahnhof. Und weiter wird getreten, wir erreichen Nerchau, eine kleine Holzbrücke (ca. 6m lang) und dann der ehemalige Güterboden und Bahnhof. Das Rad rollt fast von selbst, über uns die mächtige Autobahnbrücke (A14) welche an dieser Stelle die Mulde überquert und schnell erreichen wir den ehemaligen Bahnhof von Golzern. Bahnhof Golzern, rechts die Silos vom Futtermittelwerk und dann ist etwas Vorsicht geboten, wir müssen eine Straße queren. Achtung, hier ist eine kleine Bordsteinkante.
Wer mit den rollenden Sportgeräten gut unterwegs ist sprigt einfach mal. Von hier an wird es sehr schnell, rechts wieder die Mulde, links neben uns die Leitplanke und dahinter die Straße. Schnell sind wir am Muldenbogen zwischen Döben und Dorna, von hier aus können wir einen weiteren Felsen sehen der ebenfalls als Lorelei bezeichnet wird. Wer aufmerksam entlang des Weges schaut sieht die alten Kilometersteine der Eisenbahnlinie. Ein weiteres Bahnwärterhäuschen taucht rechts auf, kurz danach erscheint das offizielle Ende dieses wunderschön angelegten Radweges. Auch die Rollis, egal ob Rennrollstuhl oder normales Behindertengefährt sind auf dem Radweg herzlich willkommen. Mit etwas Kondition und Armkraft ist auch für unsere gehandikapten Sportler und Mitmenschen diese Tour zu meistern. Ich persönlich habe mit meinem Sohn im Jahr 2000 das Schweizer Team für die Paralympics kennengelernt, Hut ab. Den Schweizer Heinz Frei, den mehrfachen Sieger der Paralympics und ich glaube dem erfolgreichsten und bekanntesten Athleten im Rollstuhl, haben wir mal beim Training im Davoser Dischmatal im eidgenössischen Graubünden hoch zum Dürrboden getroffen – ich glaube der würde auch jederzeit auf der Asphaltloipe trainieren.
Auf dem Hinweg ist Eric mit 100-er Walzen in der freien Technik locker gerollert. Auf dem Rückweg wurde durchweg im Doppelstock geschoben um etwas für die Armkraft zu tun.
Entsprechend der Vorschriften des Deutschen Skiverbandes ist beim skirollern ein Helm zu tragen. Eine Brille ist wegen der vielen Insektenschwärme an der Mulde zu empfehlen. Wer länger unterwegs ist sollte den Trinkgurt oder eine Trinkflasche deponieren.

Viel Spaß