Kranjska Gora (809m) – Vrsic (1600m) – Kranjska Gora (809m)

Strecke: Asphalt und Kopfsteinpflaster Rennrad möglich
Länge: 22,1 km (10 km, 14 %)
Aufstieg gesamt: 775 m
Abstieg gesamt: 770 m
HF-Durchschnitt: 123 S/min
Maximalpuls: 154 S/min
Temperatur: 15 Grad im Schatten
Zeit: 2:04:30 Stunden

Ich begann meine Tour durch die julischen Alpen in Slovenien in dem Ort Kranjska Gora (809m) vor der Kirche im Ortszentrum.

Der Höhenmesser in der Pulsuhr muß zum Start auf 809 Meter programmiert werden, Frank sattelt sein MTB. Die alte Wetterjacke wird wieder als guter Windschutz dienen.

Bei bewölktem Wetter erfolgt der Start. Ohne weitere Anstrengung rollt es ganz locker, am rechten Ortsausgang von Kranjska Gora grüßt ein Steinbock von einem Sockel. Nach den ersten Kehren steht links eine alte russische Holzkirche, sie ist in den letzten Jahren liebevoll restauriert wurden. 24 Kehren sind es bis zur Passhöhe, in allen ist Kopfsteinpflaster, stellenweise etwas verschoben. Auf dem Asphalt liegt ab und an Geröll was irgendwo abgegangen ist. Ich versuche Ruhe rein zu bekommen, größtenteils gelingt es mir. Ich befinde mich im Triglav Nationalpark, ab und an stehen rechts und links des Anstieges einladende Berghütten, als Pedaleur habe ich aber nur ein Ziel. Die Erklimmung des höchsten slovenischen Passes, dem Vrsic (1600m) ist mir gelungen. Ein Kradfahrer macht mir das obligatorische Erinnerungsfoto vor dem Passschild. Wie pflegten wir als Flieger zu sagen, der Sack zieht zu. Obwohl es noch Vormittag ist wird es rasch dunkel unabhängig von der Kälte auf dem Pass sehe ich zu das ich schnellstmöglich an meinen Ausgangspunkt komme. Es regnet bereits, in den gepflasterten Kehren ist es höllisch glatt. Etwa am Kilometer 19 bemerke ich das mein Hinterrad nicht mehr läuft. Auch mich hat diesmal ein Platten erwischt, Scheibenkleister, die letzten zwei Kilometer rolle ich ohne Luft. Ich war natürlich nicht so schnell wie die Speichenschinder beim jährlich Anfang September stattfindenden Radrennen auf den Vrsic, aber geschafft habe ich es auch.

Einen Stocknagel vom Pass konnte ich nicht ergattern, aber ein kleiner Aufkleber wird unsere Werkzeugkiste zieren und die Erinnerung an diese schöne Tour wach halten.

Am Nachmittag machte ich noch einen Ausflug in das nahe gelegene Planica zur größten Schanzen-anlage der Welt, es regnet ununterbrochen. Die anschließende Ortsbegehung durch das gepflegte Kranjska Gora macht somit auch keinen großen Spaß. Eines bleibt, im ehemaligen jugoslawischen Reich von Tito gibt es schöne Flecken, allerdings bleibt mir der Blick zu den Berggipfeln fast ständig durch Wolken verwehrt. Übrigens war er der erste Staatspräsident der Welt, der offiziell eine Delegation aus der Deutschen Demokratischen Republik empfing. Sein damaliger Regierungszug war prächtig ausgestattet. Wer an seine Tour noch auf die Pirsch zur Eisenbahn gehen möchte, der muß mindestens 25 Kilometer bis zum Bahnhof nach Jesenice fahren. Aber ein Besuch lohnt sich, ein Teil des nostalgischen Wagenparks ist zugänglich. Koppelbahnhof zwischen Österreich und Slovenien.

Als Kartenmaterial wird Autoatlas Slovenien 1:150.000, Freitag & Berndt ISBN 3-7079-0423-7 und Autokarte Slovenien ISBN 961-90088-4-3 empfohlen.

Die Blumen-und Tierwelt inmitten einer mir scheinbar heilen Natur ist sehr erholsam.

Wir fanden eine saubere Natur vor, tragt bitte auch ihr euren Anteil dazu bei.

Achtung, im Gebirge schlägt das Wetter schnell um.

Viel Spaß  bei eurer Tour