Niederrasun am Pustertal (1015m) - Antholz (1241m) - Huber Alm (1614m) -

Staller Sattel / Passo Stalle (2052m) - Huber Alm / Biathlonstadion (1614m)

Strecke: Asphalt, Rennrad und Skiroller möglich
Länge: 28,0 km (4 km, 13 %)
Aufstieg gesamt: 1019 m
Abstieg gesamt: 426 m
HF-Durchschnitt: 138 S/min
Maximalpuls: 161 S/min
Temperatur: 14 Grad im Schatten
Zeit: 2:22:40 Stunden

Einen Ritt auf den Staller Sattel hatte ich schon lange im Visier, waren wir doch mehrere Jahre mit Eric zum Euroloppet erfolgreich in dieser Gegend unterwegs.
Wir beginnen unsere Tour am Schneidepunkt vom Pustertal und dem Beginn des Antholzer Tales (Val di Anterselva) in Niederrasen (Rasun di Sotto).
Der Höhenmesser in der Pulsuhr muß zum Start in Niederrasen auf 1015 Meter programmiert werden, Frank sattelt sein MTB.
Der Start am Sägewerk in Niederrasen (Rasun di Sotto) (1015m) ist erfolgt, das Rad rollt gut und schnell werden die ersten Kilometer im Antholzer Tal (Val di Anterselva) gemacht. Das Wetter ist gut und so macht das kurbeln Spaß. Es werden schnell Oberrasen (Rasun di Sopra) und Rasen Antholz (Rasun Anterselva) passiert. Die Straße ist breit und hat sehr guten Asphaltbelag, die an mir vorbeirasenden Autos stören nicht. Langsam müssen Höhenmeter gefressen werden und die Geschwindigkeit wird spürbar langsamer. Bad Salomonsbrunn (Bagni di Salomone), Antholz Niedertal (Anterselva di Sotto), Antholz Mittertal (Anterselva di Mezzo), Stampfer Bad (Bagni Mezzavalle) und Antholz Obertal (Anterselva di Sopra) (1429m) werden schnell passiert. Ein runder Tritt ist auch hier gefragt um zügig voran zu kommen. Rechter Hand befindet sich ein gut ausgebauter Campingplatz. Höhenmeter werden weiter gefressen und schon bald sehe ich auf der rechten Seite die durch die Biathlonwettkämpfe im Weltcup bekannte Huber Alm. Meine Pulsuhr zeigt an der Huber Alm 15,6 Kilometer bei 1614 Höhenmetern an. Links präsentiert sich das Biathlonstadion mit seinem Erweiterungsbau für die kommende Weltmeisterschaft (Februar 2007). Mittlerweile fahre ich im Wald vorbei am Antholzer See (L. d`Anterselva) (1638m), die Straße ist schmaler geworden. Vorbei am Seerestaurant und einer Hütte an der unteren Ampel.
Die Straße vom Antholzer See bis auf den Staller Sattel (Passo Stalle) ist täglich nur von 05.30 Uhr bis 21.45 Uhr für den Verkehr offen. Eine Einbahnstraße mit Ampelregelung. An der südlichen und nördlichen Einfahrt befinden sich jeweils Ampelanlagen. Die Zufahrt von Süden, jeweils 15 Minuten in einer Stunde, das bedeutet zwischen jeder 30-sten und 45-sten Minute einer vollen Stunde. Die Zufahrt von Norden, jeweils von jeder vollen Stunde bis zur 15-sten Minute. Ausreichend Parkmöglickeiten und einladende Hütten sind im Tal (Süden) und auf dem Pass (Norden) vorhanden.
Ich als Pedaleur ignoriere das Ampelrot, denn die vorgegebene Zeit zum befahren dieser Straße in eine Richtung hätte für mich sowieso nicht gereicht. Irgendwann wird über einen Viehrost gerollt. Langsam läßt sich erahnen das 13% auf rund 4 Kilometern doch kein Zucker schlecken sind. Treten, treten und nochmals treten um Höhenmeter zu fressen. Es rollt gut, doch langsam wird es kälter. Es muß nicht mehr weit bis auf die Passhöhe sein. Da muß ein circa 100 Meter langer unbeleuchteter Tunnel der aus dem Fels geschlagen ist, passiert werden. Der Belag ist trocken. Auch ohne Fahrradbeleuchtung und infolge der Einbahnstraßenregelung ist er gut zu meistern. Die letzten Kehren ist noch einmal voller Krafteinsatz gefragt. Geschafft, links und rechts der Straße liegt noch Schnee, von vorn grinst mich das Schild der Passhöhe - Staller Sattel / Passo Stalle 2052m – an. Meine Pulsuhr zeigt Kilometer 21,8 und 2052 Höhenmeter an. Ich befinde mich auf der Grenze zwischen Italien und Österreich. Schnell das obligatorische Foto von meinem MTB vor dem Passschild gemacht. Es ist hundekalt. Umliegende Gipfel abgelichtet und schnell die windschützende Wetterjacke übergezogen.
In der Hexenschenke (2052m) auf dem Pass gibt es Stocknägel und kleine Aufkleber, nach wenigen Minuten im gut beheizten Raum trete ich den Rückweg vom Pass an. Auch diesmal beachte ich das rote Ampelsignal nicht. Von Beginn an ziehe ich an meinen Bremshebeln, mir wird es sonst viel zu schnell. Ich beende meine Radtour an der Huber Alm (1614m), von der Passhöhe bis hier her waren es 6,17 Kilometer. Eine schöne Radtour ging bei herrlichem Wetter und in einer prächtigen Kulisse zu Ende.
Im Sommer kann auch auf den gut ausgeschilderten Wanderwegen am Antholzer See für Abwechslung gesorgt werden. Genau das richtige für die Begleiter, ob Ehefrau oder Kinder. Am Seerestaurant ist ein kleiner Tiergarten. Im Winter sind hier gut gespurte Loipen. Auch über den zugefrorenen See kann man mit Langlaufski. Für Wintersportler mit etwas mehr Erfahrung und Kondition sind die Weltcuploipen auf denen sonst der Biathlonweltcup stattfindet genau das richtige. Vorbei an der Huber Alm durch die Straßenunterführung hinein ins Biathlonstadion ist das richtige Erlebnis.
Die Biathlon – WM findet vom 02.-11.02.2007 in Antholz statt.
Für die Sammler von Stocknägeln, an einem der Seerestaurants am Antholzer See gibt es auch Stocknägel.
Als Kartenmaterial werden Autoatlas Italien 1:225.000, Touring Club Italiano ISBN 88-365-2240-8 und Autoatlas Österreich 1:100.000, Haupka Verlag ISBN 3-89513-113-x, empfohlen.
Die Blumen-und Tierwelt inmitten einer mir scheinbar heilen Natur ist sehr erholsam.
Wir fanden eine saubere Natur vor, tragt bitte auch ihr euren Anteil dazu bei.

Achtung, im Gebirge schlägt das Wetter schnell um.

Viel Spaß bei eurer Tour