Route Napoleon

Grasse (500m) - Col du Pilon (782m) - St-Vallier-de-Thiey (713m) - Col du Ferrier (1039m) -
Col de I`Ecre (1100m) - Col de la Sinne (1108m) - Col de Bleine (1440m) - Col Bas (1194m) -
Col de Comille (1401m) - Col de la Clue (1093m) - Col de Val Ferriere (1169m) -
Pas de la Faye (984m) - St-Vallier-de-Thiey (713m) - Col du Pilon (782m) - Grasse (500m)

Strecke: Asphalt, Rennrad möglich
Länge: 129,8 km
Aufstieg gesamt: 2366 m
Abstieg gesamt: 2373 m
HF-Durchschnitt: 148 S/min
Maximalpuls: 179 S/min
TF-Durchschnitt: 78
Temperatur: Start 22 Grad im Schatten - Ziel 26 Grad im Schatten
Zeit: 4:22:20 Stunden

Nach einem ausgiebigen Frühstück im Hotel Imperial in St-Vallier-de Thiey wurde zur Tour über 11 Pässe geblasen. Übrigens, für Sportler und Familien kann diese Unterkunft empfohlen werden. Große Portionen zum satt werden. Einfache aber ordentlich ausgestattete Zimmer. Dieses Hotel erkennt man von der Straße ausgezeichnet an seinem großen Bild von Napoleon.
Nachdem wir unsere Sachen im Auto verstaut hatten wurde zum Ausgangspunkt unserer Tour nach Grasse (283m) umgesetzt. Auch hier muß eingeschätzt und dringend empfohlen werden, die Tour nicht im Ortszentrum infolge des außergewöhnlich hohen Verkehrsaufkommens zu starten. Sucht euch den nordwestlichen Ortsausgang auf der Nationalstraße 85 (N85). Auf der linken Seite befindet sich ein Schwimmbad mit einem Parkplatz, genau richtig um Eric und sein Rennrad für die Tour zu präparieren. Hundert Meter zum einrollen und dann steht rechts an einem Kreisverkehr ein Schild mit der Höhenangabe 500 Meter. Wir programmieren die Pulsuhr auf 500 Höhenmeter.
Der Start (08.35 Uhr) ist erfolgt, wir rollen auf der N85, der Route Napoleon in die ersten Serpentinen. Aller 100 Höhenmeter stehen Schilder. Bereits nach 5,3 km stehen wir auf dem Col du Pilon (782m). Wie bisher machen wir wie auf allen anderen bisher passierten Pässen unseren obligatorischen Fotohalt. Nach einer recht angenehmen Gefällepassage ist St-Vallier-de-Thiey (713m) unser Übernachtungsort erreicht. Nach der ersten Kreuzung geht circa 200-300 Meter weiter eine Straße nach rechts ab. Diese benutzen wir und fahren jetzt auf der Departementstraße 5 (D5). Runder Tritt ist gefragt, der Anstieg und die Kehren werden knackiger. Am KM 13,4 stehen wir auf dem Col du Ferrier (1039m). Am KM 15 ist eine Weggablung (D5/ D12), wir nehmen den rechten Abzweig die D12, da sich eigentlich später alle beiden Straßen wieder vereinigen sollen. Am KM 18,5 wird der Ort Caussols (1103m) passiert. Am KM 20,9 steht ein Observatorium auf dem Felsen. Wir triften immer mehr ab und stehen schließlich nach 23,3 Kilometern auf dem Col de I `Ecre (1100m) der nicht auf unserer Karte verzeichnet ist da diese an dieser Stelle aufhört. Wir entschließen uns weiter zu fahren und rollen vom Berg schnell nach unten. Nach 29 Kilometern stehen wir im Ort Gourdon (circa 660m). Vor einem Wirtshaus befragen wir uns bei anderen Radlern, sie meinen wir müssen zurück. Also wird wieder auf den Col de I `Ecre (1100m, KM 35,9) gestrampelt. Die Sonne prasselt schon ganz schön. Am KM 40,1 geht es wieder durch Caussols (1103m) durch. Bei KM 44 ist die Weggablung (D5 / D12) erreicht, wir fahren eine Spitzkehre und auf der D5 weiter. Am KM 48,5 wird der Col de la Sinne (1108m) ganz still passiert, denn das Passschild fehlt. Nach einer Abfahrt verfahren wir uns trotz vorliegender Karte erneut, die Beschilderung ist sehr bescheiden. Nach der Brücke fahren wir fälschlicherweise am Pont du Loup (1070m) geradeaus auf den Ort Andon (KM 57,1, 1195m), erneutes Wendemanöver und zurück. Am KM 60,5 am Pont du Loup nach links abbiegen, es wird 20 Meter auf der D179 gefahren bis wieder eine Ausschilderung der D5 erscheint. Am KM 64,0 ist der Punkt de Vue (1248m) erreicht. Für Frank, den Fahrer des Begleitfahrzeuges bietet sich für wenige Minuten eine atemberaubende Aussicht über die Täler. Am KM 66,0 ist erneut eine große Kreuzung (D5 / D2), jene ist aber gut beschildert. Rechts herum fahren und dann nach 30 Metern nach links die Hauptstraße verlassen. Schnell werden wieder Höhenmeter geschrubbt, aber in der bewaldeten Gegend verfehlt einen glücklicherweise die Sonne. Am KM 70,1 wird eine kleine Siedlung passiert. Noch eine Rechtskurve und ehe man sich versieht steht schon rechts das Schild mit der Passhöhe. Der Col de Bleine (1440m), der höchste Punkt unserer Tour ist bezwungen. Schnell der Tausch der Trinkflaschen und dann runter vom Pass. Der Radler hängt das Begleitauto in der Abfahrt wieder einmal ab. Auf der Kreuzung (D5 / D2) am KM 74,8 muß nun die Geschwindigkeit nicht gedrosselt werden. Es wird straff, 9 Kilometer, in Richtung Westen getreten. Zur weiteren Orientierung folgende Durchfahrten. KM 81,0 Siedlung Le Clos de Giraud (1100m), KM 82,6 Les Gros Ribas. Auf der nächsten Kreuzung benötigt man erneut scharfe Beobachtungsgabe. In La Ferriere (1089m), der ersten Kreuzung wird von der D2 nach links auf die D80 abgebogen. Der Col Bas (1194m) ist am KM 86,0 schnell erklommen. Die Fahrt geht weiter durch den Ort Caille (KM 89,7). Circa 1,5 Kilometer hinter Caille in der Abfahrt auf der zweiten Kreuzung nach links auf die D81 abbiegen. Eine straffer Anstieg auf schlechtem Asphalt bremst Eric nicht. Nach 94,1 KM ist ein weiterer Scharfrichter bezwungen. Der Col de Comille (1401m). Auch wenn auf unserer Karte nur 1387 Meter stehen, wir glauben dem Schild auf dem Pass. Wir drehen um und rollen vom Berg herunter. Am KM 96,9 trifft die D81 wieder auf die D79. An der Kreuzung am KM 97,9 ist der Col de la Clue (1093m) erreicht. Hier gilt es nach links auf die N85 abzubiegen, es wird wieder auf der sehr stark befahrenen Route Napoleon gekurbelt. Am KM 100,5 fällt der Col de Val Ferriere (1169m). KM 105,9, der Ort Escragnolles (1010m) wird durchfahren, 5,4 Kilometer ohne zu bremsen bei starkem Gefälle sorgen für die richtige Luftkühlung. Am KM 115,0 ist der Pont de Nans (870m) erreicht, die Beine müssen wieder wirbeln um den nächsten Aufstieg bezwingen zu können. Der Pas de la Faye (984m) ist nach 117,5 Kilometern erreicht. Nach 122,5 Kilometern erreichen wir unseren Quartierort St-Vallier-de-Thiey (713m). Die letzten Höhenmeter werden „hoch“ zum Col du Pilon (782m) geschliffen. Nach 126,3 Kilometer stehen wir wieder vor dem Passschild. Die letzten fünf Kilometer haben begonnen, eine rasante Abfahrt nach Grasse macht wieder Spaß, steht doch das Ende einer strapaziösen Radtour in greifbarer Nähe. Grasse (500m), das Ziel am Schwimmbad ist erreicht. 4:22:20 Stunden liegen zwischen Start und Ziel, eine beachtliche Zeit. Eric bewältigte 130 Kilometer, das Tageszählwerk im Auto zeigt 131,8 km an, also runden wir. Für Pedaleur und den Steuermann im Begleitauto war es eine abwechslungsreiche aber auch sehr anstrengende Tour. Viele gewonnene Eindrücke um die Route Napoleon, dem einstigen mächtigen französischen Kaiser und großen Feldherrn der im 18. Jahrhundert die Völkerschlacht anzettelte und verlor. Die sportliche Aktivität gepaart mit dem kulturellen, absolviert in einer harten Landschaft soll den Jungen Bursch prägen. Eines steht jetzt schon fest, wir werden uns lange daran erinnern.

Ein Begleitauto als Streckenwegweiser und Wasserträger ist für diese 130 km lange und stark verzweigte Radtour unverzichtbar.

Nehmt genügend Wasserreserven mit!

Als Kartenmaterial werden die IGN Karten TOP 25, im Maßstab 1:25.000 empfohlen. Aber auch mit einem Autoatlas von Michelin, Frankreich, im Maßstab 1:200.000 läßt es sich gut arbeiten. Unsere TOP 25 Karten sind mit Pfeilen und Markierungen gespickt, dennoch haben wir uns dreimal verfahren. Aber Kilometer und Höhenmeter haben noch keinem geschadet. Übrigens mir eine bekannte Firma in Deutschland vertreibt die TOP 25 Karten zum selben Preis wie in französischen Fachgeschäften
Die Blumen-und Tierwelt inmitten einer mir scheinbar heilen Natur ist sehr erholsam.
Wir fanden eine saubere Natur vor, tragt bitte auch ihr euren Anteil dazu bei.
Nehmt einige Reserveschläuche mit nach Frankreich, ich benötigte in der ersten Woche zwei Stück für das MTB. Zum Glück hatten wir jeweils drei Stück für das MTB und das Rennrad im Werkzeug.

Achtung, zu unserer Zeit herrschte eine sehr starke Hitze und eine damit außergewöhnlich hohe Brandgefahr in den Wäldern. Tageweise waren diese sogar gesperrt. Unterstützt die Rancher, Forstmitarbeiter, Feuerwehrleute, Polizisten und all die fleißigen Helfer. Parkt euer Begleitauto nicht über trockenem Gras. Richtet euch bitte nach den Festlegungen, die Natur wird es euch danken.

Achtung, im Gebirge schlägt das Wetter schnell um.

Viel Spaß bei eurer Tour