Brennerpass / Passo d. Brennero (1375m) - Brennerbad / Terme di Brennero (1309m) - Gossensass / Colle Isarco (1098m) - Sterzing / Vipiteno (985m) - Brennerpass (1375m)

Strecke: Asphalt, Rennrad möglich
Länge: 25,5 km
Aufstieg gesamt: 383 m
Abstieg gesamt: 392 m
HF-Durchschnitt: 125 S/min
Maximalpuls: 157 S/min
Temperatur: 16 Grad im Schatten
Zeit: 1:11:30 Stunden

Bin ich doch meistens nach Italien über die Brennerautobahn gefahren, wollte ich diesmal die alte Brennerstraße mit dem Fahrrad erkunden. Auf der Rückreise aus unserem Urlaub wurde diese Alpenüberquerung genommen. Wie so oft wurde aus logistischen Gründen der Start auf dem pass durchgeführt.
Der Höhenmesser in der Pulsuhr muß auf dem Brenner auf 1375 Meter programmiert werden.
Der Start auf dem Brennerpass / Passo d. Brennero (1375m) ist erfolgt, unabhängig von dem verhangen-em Himmel rolle ich mit dem MTB in meiner alten Wetterjacke als Windschutz vom Pass. Die Straße ist breit und in gutem Zustand. In beide Fahrtrichtungen ist ein gut ausgebauter und breiter Randstreifen, für Radfahrer genau das richtige. Kurze Zeit später passiere ich Brennerbad / Terme di Brennero (1309m). Das Rad rollt ausgezeichnet, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 59,9 km/h. In dem Ort Gossensass / Colle Isarco (1098m) werde ich mächtig ausgebremst, eine von einem Parkplatz fahrende Autofahrerin unterschätzt mich. Geschnippelt. Mit einem Affenzahn rolle ich weiter bis Sterzing / Vipiteno (985m). Nach 12,7 Kilometern wende ich und beginne die Rückfahrt. Die Wetterjacke habe ich natürlich vorher ausgezogen. Mit einem runden Tritt komme ich zügig voran. Eines nervt, die vielen hundert Autos die mich überholen. Die meisten fahren allerdings sehr vorausschauend und rücksichts-voll. Irgendwo passiere ich dann noch einen beleuchteten Tunnel, mein Rücklicht am Rad mache ich jedoch vorher an. Die steilste Passage zwischen Serzing und dem Brennerpass beträgt 12% und läßt sich gut bewältigen. Der Himmel öffnet seine Schleusen und frisch geduscht erreiche ich den Brennerpass / Passo d. Brennero (1375m). Das obligatorische Foto vor dem Passschild, allerdings fehlt auf ihm eine Höhenangabe. Ich fahre durch Brennero bis auf österreichisches Territorium, ein anderes Schild kann ich nicht erspähen.
Sammler von Stocknägeln haben es auf dem Pass schwer. Ich zog ohne von dannen.
Als Eisenbahnfan komme ich voll auf meine Kosten. Unzählige (30 bis 40 Stück) als Schubloks eingesetzte Elektrolokomotiven stehen auf österreichischen und italienischen Gleisen. Unter ihnen entdecke ich auch einen Tauchus. Die Oberleitungen der Bahnhofsanlage sind eine Messe. Übrigens wurde die Brennerbahn von Carl Etzel von 1863 bis 1867 erbaut.
Als Kartenmaterial werden Autoatlas Italien 1:225.000, Touring Club Italiano ISBN 88-365-2240-8 und Autoatlas Österreich 1:100.000, Haupka Verlag ISBN 3-89513-113-x, empfohlen.
Von Natur kann nicht mehr die Rede sein, aber wir fanden eine saubere Umgebung vor, tragt bitte auch ihr euren Anteil dazu bei.

Achtung, im Gebirge schlägt das Wetter schnell um.

Viel Spaß bei eurer Tour