Esterel - 6 Pässe Tour

Agay (5m) - Col de Belle Barbe (45m) - Col du Mistral (92m) - Col du Baladou (165m) -
Col des Suvieres (252m) - Col des Trois Termes (303m) - (Verkehrte Abfahrt) -
Col des Trois Termes (303m) - Col des Replats (261m) - Col de Belle Barbe (45m) - Agay (5m)


Strecke: Naturwege, Schotter, wenig Asphalt, MTB möglich, Rennrad bedingt möglich
Länge: 35,7 km
Aufstieg gesamt: 625 m
Abstieg gesamt: 595 m
HF-Durchschnitt: 116 S/min
Maximalpuls: 148 S/min
Temperatur: 33 Grad im Schatten
Zeit: 2:37:35 Stunden

Wer die Abwechslung zum Badeurlaub an der Cote d`Azur in Frankreich die Bewegung sucht der sollte seinen Drahtesel fit machen.
Unsere Radtour begann in Agay (5m) unmittelbar am Mittelmeer am Fuße des Esterel Gebirges. Der Höhenmesser in der Pulsuhr muß somit auf 5m programmiert werden. Ich bin an diesem Tag mit dem MTB unterwegs.
Der Start ist erfolgt, die ersten Meter werden auf der Küstenstraße gefahren. Am Kreisverkehr rechts in Richtung Frejus und der Autobahn halten. Am Ortsausgang biegt rechts die Straße in das Esterel Gebirge ab. Von jetzt an macht das radeln Spaß, Ruhe und Natur sind unsere Weggefährten. Auf der linken Seite steht eine Plantage mit Weinstöcken. Wir bleiben auf der asphaltierten Straße. Erste Huckel werden bezwungen. Es geht vorbei am Fort Gratadis und einem einfachen Campingplatz an einem ausgetrockneten See. Wir halten uns am Abzweig links. Der Col de Belle Barbe (45m, KM 5,3) ist erreicht. Wie so oft wird von jedem Passschild ein Foto gemacht. Auch unterwegs wird allerhand geknipst. Es wird fleißig weiter getreten und schnell steht man auf einem weiteren Pass, dem Col du Mistral (92m, KM 6,8). Hier trennen sich die Radler mit dem Rennrad und dem MTB, der Asphalt ist zu Ende. Ist anfangs noch einigermaßen glatter Naturweg, so wird er weiter oben in Steinsand, Schotter und Geröll übergehen. Wie die meisten Pedaleure nutze auch ich einen runden Tritt. Der Col du Baladou (165m, KM 8,2) ist erreicht, einige Zeit später bin ich auf dem Col des Suvieres (252m, KM 12,5). Es wird empfohlen auf dem nach rechts abbiegenden Weg weiter zu fahren. Eine atemberaubende Landschaft tut sich auf. Auf einem terassenförmig angelegten Hang weiden Pferde. Im nu bin ich kurzzeitig wieder in der Zivilisation. Rechts steht das Fort des Trois Termes. Pflanzen und Bäume sind hier großartig angelegt. Wir rollen weiter und kommen auf einen Parkplatz. Ganz unscheinbar steht rechts das kleine Passschild des Col des Trois Termes (303m, KM 14,6). 1:02:06 Stunden habe ich bis hierher benötigt. Trotz Karte habe ich Orientierungsschwierigkeiten. Ich wähle einfach die hier beginnende Asphaltstraße und rolle schnell vom Pass abwärts. Da mir keine weiteren vertrauten Orientierungshinweise kommen drehe ich nach 200 vergebenen Höhenmetern um. Straff muß ich nun wieder auf den Pass strampeln. Die Hitze wird langsam unerträglich. Auf dem Pass angekommen nehme ich den nun zweiten Weg nach links, später erweist er sich als der richtige. Auch hier ist wieder eine Asphaltstraße die allerdings für Kfz gesperrt ist. Also wer entsprechend unserer Route die Pässe hoch gekurbelt ist muß am Col de Trois Termes den rechten Weg nehmen. Das Rad rollt gut. Nach circa einem Kilometer komme ich an ein Hinweisschild zum
Col des Replats (281m). Ich folge dem Schild und bin schlagartig wieder auf Geröllwegen. Zum umdrehen habe ich jetzt keine Lust mehr und folge dem Weg erwartungsvoll. Ein ausgetrocknetes Flußbett und karge Vegetation tut sich vor mir auf. Ich fahre weiter und muß auch einige Meter durch das unwegsame Gelände gehen. Endlich Wasser, der Lac de Ecureuil ist erreicht, zumindest das was von ihm übrig ist. Weiter geht es auf holprigen Wegen voran. Eine idyllische Kulisse in dieser Schlucht. Links und rechts hohe Felsen und unten der Weg und die Flußreste. Die Zivilisation ist wieder erreicht, ich stehe auf dem
Col de Belle Barbe (45m, KM 29,6). Die Abfahrt aus dem Esterel Gebirge bis Agay (5m) ist nur noch ein Katzensprung.

Als Kartenmaterial werden die IGN Karten TOP 25, im Maßstab 1:25.000 empfohlen.
Die Blumen-und Tierwelt inmitten einer mir scheinbar heilen Natur ist sehr erholsam. Die Straße im Nationalpark ist nur von 06.00 – 21.00 Uhr für Autos befahrbar.
Wir fanden eine saubere Natur vor, tragt bitte auch ihr euren Anteil dazu bei.
Nehmt einige Reserveschläuche mit nach Frankreich, ich benötigte in der ersten Woche zwei Stück für das MTB. Zum Glück hatten wir jeweils drei Stück für das MTB und das Rennrad im Werkzeug.

Achtung, zu unserer Zeit herrschte eine sehr starke Hitze und eine damit außergewöhnlich hohe Brandgefahr in den Wäldern. Tageweise waren diese sogar gesperrt. Unterstützt die Rancher, Forstmitarbeiter, Feuerwehrleute, Polizisten und all die fleißigen Helfer. Parkt euer Begleitauto nicht über trockenem Gras. Richtet euch bitte nach den Festlegungen, die Natur wird es euch danken.

Achtung, im Gebirge schlägt das Wetter schnell um.

Viel Spaß bei eurer Tour