Esterel - 3 Pässe Tour

Agay (5m) - Col de I`Auriasque (248m) - Col du Testanier (312m) -
Mont Vinaigre (614m) - Col de Sacs (156m) - Agay (5m)

Strecke: Asphalt (im oberen Abschnitt mit schlechter Qualität), Rennrad möglich
Länge: 53,6 km
Aufstieg gesamt: 783 m
Abstieg gesamt: 773 m
HF-Durchschnitt: 128 S/min
Maximalpuls: 160 S/min
Temperatur: 29 Grad im Schatten
Zeit: 2:54:29 Stunden

Wer die Abwechslung zum Badeurlaub an der Cote d`Azur in Frankreich die Bewegung sucht der sollte seinen Drahtesel fit machen.
Unsere Radtour begann in Agay (5m) unmittelbar am Mittelmeer unterhalb des Esterel Gebirges. Der Höhenmesser in der Pulsuhr muß somit auf 5m programmiert werden. Ich bin mit dem MTB unterwegs, Eric fährt wenige Tage später mit dem Rennrad die Pässe. Der Start ist erfolgt. Es wird am Kreisverkehr in Richtung Norden nach Valescure abgebogen. Entlang der Straße befinden sich links und rechts mehrere Golfplätze. Dieser Ort liegt 60 Meter hoch. Wie überall gibt es im Franzosenland immer wieder Kreisverkehre, auch an einem weiteren muß nach rechts abgebogen werden. Marschziel ist die Nationalstraße 7 (N7), einstmals die wichtigste Straßenverbindung durch das Esterel Gebirge. Ein wunderschön angelegtes und gepflegtes Sportzentrum befindet sich rechts. Wenig später erscheint ebenfalls rechts ein Ehrenmal für die tapferen Krieger des Indochina Konflikts. Auf einer Gefällestrecke werden jetzt die mühsam erwirtschafteten Höhenmeter wieder zunichte gemacht. Der tiefste Punkt ist wohl bei den beidseitig der Straße gelegenen Steinbrüchen. Nach 59:13 Minuten am KM 21,26 ist der
Col de I`Auriasque (248m). Wie so oft mache ich zahlreiche Fotos. Von weitem sieht man schon die zwei Türme auf dem höchsten Punkt des Esterel. Wenig später, am KM 23,3, erscheint das Schild vom
Col du Testanier (312m). An dem sich hier befindenden Parkplatz muß rechts abgebogen werden. Alte Steinsäulen weißen nun immer öfter den Weg in Richtung Mont Vinaigre. Wir befinden uns jetzt auf der Route du Malpey, der Nationalparkstraße. Auf der Kreuzung am Fort Malpey muß nach links abgebogen werden. Jetzt werden richtig Höhenmeter geschrubbt und der Schweiß rinnt wieder. Der Turm und der Funkturm kommen immer näher. Der Asphalt wird immer schlechter und ist einer der besten Reifentöter für die Rennräder. Das erste Plateau, auf dem auch ein Hubschrauberlandeplatz ist, ist erreicht. Links steht der Funkturm. Für das Begleitauto endet an dieser Stelle die Fahrt auf dem Parkplatz. Pedaleure können fleißig weiter kurbeln. Vor uns steht der Turm. Das letzte Stück des Weges, circa 400 Meter (5 Minuten), muß nun erwandert werden, ich lasse gutgläubig mein MTB am Wegesrand zurück. In Turnschuhen komme ich gut durch das Geröll. Ein Stein der Landesvermessung grinst mich an. Bis jetzt ist 1:42:38 Stunden seit dem Start vergangen. Ich bin auf dem höchsten Punkt des Esterel Gebirges, dem
Mont Vinaigre (614m). Für einige Minuten genieße ich die herrliche Aussicht und ein großartiges Panorama in alle Himmelsrichtungen. Das Mittelmeer erscheint ganz nah.
Der Rückweg wird angetreten, unterwegs steige ich wieder auf mein Fahrrad. Die Gefällestrecke bis zum Fort Malpey geniese ich, immerhin geht es rund 300 Meter abwärts. Hier passiert mir ein Fehler in der Bedienung der Pulsuhr, ich muß eine neue Einheit starten. Für die Auswertung der Tour addiere ich die Werte. Am Fort Malpey muß nun nach links abgebogen werden. Es geht weiter schnell nach unten, endlich ist die stark strahlende Sonne verschwunden und das radeln ist angenehmer. Am Col de Sacs (156m) kann ich das Schild mit der Passhöhe nicht entdecken. Jetzt stehen wir vor einem Rätsel, wie weiter. Am ersten Ort nach dem Wald muß nach links abgebogen werden. Auf der nächsten Kreuzung nach rechts abbiegen. Der Ort S.Raphael wird gestriffen bevor in Richtung Valescure und Agay weitergefahren wird. Mittlerweile ist es schon einige Zeit dunkel, auf den gut ausgebauten Radwegen fühle ich mich sicher. Es rollt wieder in Richtung Meer, also auf fast 5 Höhenmeter, das Ziel naht in Riesenschritten. Eine anstrengende aber schöne und abwechslungsreiche Tour ist beendet, die nächsten Etappen im Esterel Gebirge sind bereits geplant.
Aber auch der Urlaub mit der Familie sollte nicht zu kurz kommen, Erholung tut allen gut. Wir nutzten dazu eine Fahrt mit dem Auto nach Antibes ins Marineland. Ein Erlebnis-und Naturpark der viele Über-
raschungen bereit hält, sehr viel Zeit einplanen. Badesachen nicht vergessen. Wir besuchten allerdings nur den Naturpark etwas länger als 4 Stunden. Im ADAC Reiseführer wurden wir auf diese Sache aufmerksam und schon darauf hingewiesen das es nicht billig ist. Ermäßigung gibt es nur für Kinder bis 12 Jahre zum Preis von 24,00 €. Studenten bezahlen auch nicht den vollen Preis. Für Schwerbehinderte oder Rentner gibt es keine Ermäßigung. Der volle Eintritt kostet satte 33,00 €. Bei toller Stimmung heizten die Animateure die Gäste in einer der drei Arenen auf bevor die Show mit den Orkas (Dauer 30 Minuten) begann. Das ist nicht nur eine phantastische Sache für Kinder, auch ich bekam wäßrige Augen. Mehrere Vorstellungen finden davon täglich statt. Auch die Robben boten allerhand dar. Delphiene zeigten in einer anderen Arena ihre Kunststückchen. Der Besuch des Aquariums war sehr interessant und abwechslungsreich. Zu einem der Höhepunkte gestaltete sich der Besuch des Hai Tunnels. Die Räuber der Meere erschienen so friedlich, neugierig aber bestimmend. Unsere Familie war von dem Marineland durchweg begeistert auch wenn es für uns sehr teuer war, es hat sich gelohnt. Informativ, im Aqua Splash (Spaßbad) bezahlen Kinder bis 12 Jahre 16,00 €, Erwachsene sind mit 19,00 € dabei. Die Preise beziehen sich auf den Stand 07/2005.
Als Alternative für Ostseeurlauber sei das Meeresmuseum in Stralsund vor der Insel Rügen genannt.

Als Kartenmaterial werden die IGN Karten TOP 25, im Maßstab 1:25.000 empfohlen. Aber auch mit einem Autoatlas von Michelin, Frankreich, im Maßstab 1:200.000 läßt es sich auf den ersten Kilometern gut arbeiten.
Die Blumen-und Tierwelt inmitten einer mir scheinbar heilen Natur ist sehr erholsam. Die Straße im Nationalpark ist nur von 06.00 – 21.00 Uhr für Autos befahrbar.
Wir fanden eine saubere Natur vor, tragt bitte auch ihr euren Anteil dazu bei.
Nehmt einige Reserveschläuche mit nach Frankreich, ich benötigte in der ersten Woche zwei Stück für das MTB. Zum Glück hatten wir jeweils drei Stück für das MTB und das Rennrad im Werkzeug.

Achtung, zu unserer Zeit herrschte eine sehr starke Hitze und eine damit außergewöhnlich hohe Brandgefahr in den Wäldern. Tageweise waren diese sogar gesperrt. Unterstützt die Rancher, Forstmitarbeiter, Feuerwehrleute, Polizisten und all die fleißigen Helfer. Parkt euer Begleitauto nicht über trockenem Gras. Richtet euch bitte nach den Festlegungen, die Natur wird es euch danken.

Achtung, im Gebirge schlägt das Wetter schnell um.

Viel Spaß bei eurer Tour